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Grimma Oldtimerkauf, eine Alternative zu Niedrigzins, doch mit einigen Tücken
Region Grimma Oldtimerkauf, eine Alternative zu Niedrigzins, doch mit einigen Tücken
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09:00 05.10.2017
In der Fachwerkstatt für historische Fahrzeuge von Alexander Romeyke (39) in Grimma erfahren Oldtimer ihren zweiten Frühling. Hier ein Cadillac Eldorado, Baujahr 1971. Quelle: Andreas Döring
Grimma

Autoklassiker sind hoch im Kurs. In der Werkstatt von Alexander Romeyke in Grimma stehen Fahrzeuge wie ein Mercedes-Benz W 124, VW-Busse oder Pick-ups. Historische Fahrzeuge punkten nicht nur durch Chrom, Lack und Passion, sondern auch durch Wertbeständigkeit und Rendite. Im vergangenen Jahr stiegen die Oldtimerpreise um gut 28 Prozent und damit deutlich stärker als in den Jahren zuvor. Die Zahl aller zugelassenen PKW mit H-Kennzeichen stieg laut des Verbandes der Automobilindustrie zum 1. Januar 2017 erneut deutlich um 10,8 Prozent und damit auf ein Rekordhoch von 381027 Fahrzeugen. Denn in Zeiten von Niedrigzinsen scheint der Oldtimer auch als Geldanlage verlockend. Das hat für die Fachwerkstatt für historische Fahrzeuge von Alexander Romeyke (39) in Grimma volle Auftragsbücher gebracht. Doch darüber ist er nicht immer glücklich, da die neuen Besitzer erst dann zu ihm kommen, wenn sie sich keinen Rat mehr wissen. Denn einen Oldtimer zu besitzen, weckt bei vielen Kindheitsträume, die sie sich nun im reiferen Alter erfüllen. Doch wie der Kfz-Meister erklärt, kann das für einige Kaufwillige zu einer zusätzlichen Geldausgabe führen, da der Laie die Mängel oftmals auf den ersten Blick nicht erkennt oder so von dem Modell fasziniert ist, dass er jegliche Vernunft beiseite lässt. „Das beheben der verschwiegenen Mängel kann in Einzelfällen sogar ein Vielfaches des eigentlichen Kaufpreises betragen“, weiß der Oldtimerspezialist. „Wer sich einen Oldtimer zulegt, sollte einen Fachmann an seiner Seite haben und Freude am Auto haben. „Spaßrendite auf der Straße – das ist das entscheidende Kaufargument“, sagt der Kraftfahrzeugmeister. Gegenwärtig überholt er für einen Kunden seit Oktober 2016 einen Cadillac Eldorado, Baujahr 1971. „Der Kunde holte das Modell aus Estland und wollte nur eine Tüv-Abnahme. Allerdings war der Rahmen durchgerostet, und wir sind gegenwärtig dabei, ihn instand zusetzen“, so Romeyke. Besser dran ist dagegen ein Kunde aus der Region, der seinen Mercedes-Benz W 124 zur normalen Wartung in die Werkstatt brachte. „Dieser Autotyp, Baujahr 1987, ist unverwüstlich. Überhaupt rate ich, Oldtimerneulingen vor allem Fahrzeuge zu kaufen, die zwischen 1988 bis 1992 gebaut wurden. Hier stimmt die Qualität“, sagt der 39-Jährige. Er selbst fährt einen Ford Granada, Baujahr 1985. „Vor 13 Jahre habe ich das Auto aufgebaut. Ich habe es nicht gesucht, sondern es hat mich gefunden“, freut sich Alexander Romeyke noch immer über seinen Oldtimer.

Oldtimer seien keine reinen Sammlerstücke. Und neben dem Spaß am Fahren ist ein weiterer Vorteil von Oldtimern – anders als vielleicht bei Aktien: In der Regel hat man keinen Totalverlust, sagt der Oldtimerfan. Am 7. Oktober, 10 Uhr, lädt er deshalb im Namen des Motorsportclubs Grimma interessierte Oldtimerfreunde in den Wasserwerksweg 2 zu einem Vortrag Oldtimerkauf und seine Tücken ein.

Anmeldung: Telefonnummer 0160/96649959 oder 03437/9782114.

Von Cornelia Braun

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