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Olympioniken des Kanusportes feierten im Kloster Nimbschen

Edelmetallausbeute Olympioniken des Kanusportes feierten im Kloster Nimbschen

Der Sächsische Kanu-Verband startete zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit fünf Olympiateilnehmern. Die Teilnehmer holten drei Olympiamedaillen und einen vierten Platz. Diese und weitere Erfolge sächsischer Sportler und Trainer wurden im Kloster Nimbschen gefeiert.

Stelldichein der Olympioniken von heute und möglicherweise morgen: Tina Dietze (2.v.r.) mit den DHFK-Kanutinnen Melanie Gebhardt (r.), Johanna Handrick (l.) und Laura Roloff.

Quelle: Roger Dietze

Grimma/Nimbschen. Am Ende fehlten Tina Dietze zwei Meter zum Olympiasieg in Rio de Janeiro im Kajak-Zweier über die 500 Meter-Distanz. Am Freitagabend konnte die Kanu-Athletin von der SG Leipziger Verkehrsbetriebe im Rahmen der im Bowlingkeller des Hotels Kloster Nimbschen vom Sächsischen Kanu-Verband ausgerichteten olympischen Nachfeier schon wieder lachen. Dies umso mehr, als die 28-Jährige bereits vier Jahre zuvor in London in der gleichen Disziplin ganz oben auf dem Siegerpodest gestanden hatte. Dass es zwischen Gold und Silber abgesehen von den persönlichen erfüllten beziehungsweise unerfüllten Hoffnungen auch große Unterschiede in der medialen Wahrnehmung gibt, erlebte die Bundeswehr-Angestellte nach ihrem Auftritt in der Megacity am Zuckerhut. „Die Nachfragen waren deutlich geringer als nach meinem Sieg in London“, blickt die Messestädterin zurück. Zurück blickte am Freitagabend auch ihr Verband. Und zwar auf eine mit einer Goldmedaille und zwei Silbermedaillen von insgesamt sieben deutschen Kanu-Medaillen überaus erfolgreiche Olympiade. „Wir sind damit auf den Gesamtverband bezogen der erfolgreichste Sportverband Deutschlands“, kennt der Ehrenpräsident des Sächsischen Kanu-Verbandes, Heiner Quandt, die Statistik. Und mehr noch: Während es in vielen anderen Sportverbänden nach den in Rio erbrachten eher durchwachsenen Leistungen rumort, weiß man sich im Deutschen Kanu-Verband nach der größten Edelmetallausbeute sowohl deutscher als auch sächsischer Kanuten bei einer Olympiade auf einem guten Weg. „Ohne überheblich wirken zu wollen, können wir sagen, dass wir Kanuten ein Vorbild für den deutschen Leistungssport darstellen“, so Heiner Quandt. Die Gründe dafür kennt Frauen-Bundestrainer Kay Vesely. „Bezogen auf Tina Dietze frühes Zubettgehen und keine Star-Allüren“, so augenzwinkernd der 41-Jährige, der selbstredend auch „harte Fakten“ zu benennen vermag. „Es ist nach 1990 gelungen, das Beste aus den beiden Kanu-Systemen zusammenzuführen, wovon wir noch heute profitieren.“ Darüber hinaus habe sich die zentrale Steuerung durch den Verband bewährt, wohingegen in anderen Sportarten der Zentralverband und die verschiedenen Heimverbände nicht immer am selben Strang zögen. „Und nicht zuletzt haben wir bei der Bundeswehr professionelle Bedingungen und optimale Fördermöglichkeiten für den Bereich der Bootstechnik“, so der Damen-Bundestrainer, der nach Lage der Dinge seinen Schützling Tina Dietze noch mindestens vier weitere Jahre wird trainieren können. „Die Olympiade in Tokio habe ich fest im Visier, danach schaue ich von Jahr zu Jahr und mache die Sache auch ein Stückweit abhängig davon, wie viel Spaß mir die Sache macht und wie groß die Bereitschaft noch ist, mich zu quälen“, so die Leipziger Kanu-Athletin, die eines indes mit großer Sicherheit schon heute weiß. Dass sie nämlich hinsichtlich der Länge ihrer sportlich aktiven Zeit auf Top-Niveau nicht in die Fußstapfen ihres großen Vorbildes Birgit Fischer zu treten beabsichtigt. Die brandenburgische Kanu-Legende hat bekanntlich im stolzen Alter von 42 Jahren an ihren letzten olympischen Spielen in Athen teilgenommen und holte jeweils eine Gold- und Silbermedaille

Von Roger Dietze

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