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Optimismus im Gymnasium Naunhof

Optimismus im Gymnasium Naunhof

Mit guten Aussichten geht das Freie Gymnasium Naunhof ins neue Jahr. Ein weiterer befristeter Mietvertrag konnte geschlossen werden. Nach einem Urteil des sächsischen Verwaltungsgerichts sollen sich die Rahmenbedingungen für Schulen in freier Trägerschaft verbessern.

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Grau wirkt momentan nur die Jahreszeit: Das Freie Gymnasium Naunhof blickt wieder optimistischer in die Zukunft.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Und eine Stiftung, die sich in Gründung befindet, will sich für den Ausbau der Bildungsstätte einsetzen.

Nach dem Wirbel um das Gymnasium und den darauf folgenden Vertragsänderungen, durch die sich die Stadt angesichts ihrer schwierigen Haushaltslage auf Drängen des Landratsamtes hin aus dem Großteil ihrer finanziellen Verpflichtungen verabschiedete, zeichnet sich nun ruhigeres Fahrwasser ab. Die kommunale Wohnbau GmbH schloss einen Mietvertrag mit dem Träger der Schule, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, der für das kommende Jahr gelten soll. Die Naunhofer Gesellschaft erhält 4500 Euro Kaltmiete pro Monat und damit 1500 Euro mehr als bisher vom Campus. Der Wert entspricht in seiner Höhe dem Quadratmeterpreis, den der Landkreis fürs Kommunale Jobcenter in Naunhof zahlen muss.

Für die Wohnbau GmbH bleibt das trotzdem ein Minusgeschäft. Sie muss zwei Millionen Euro für den Bau des Gymnasiums an die Deutsche Kreditbank (DKB) zurückzahlen. Zwar gelang es ihr laut Geschäftsführer Michael Busch, den Zinssatz dafür zu senken, so dass seit Anfang Dezember statt der bislang monatlich 11 000 Euro nur noch 7000 Euro an die DKB überwiesen werden müssen - bei einer von 25 auf 33 Jahre gestreckten Tilgungszeit. Abzüglich der Mieteinnahme ergibt sich aber eine monatliche Deckungslücke von 2500 Euro. Busch: "Unser Ziel ist es, im Verlauf künftiger Verhandlungen mindestens 7000 Euro Miete für die 985 Quadratmeter zu erzielen. Eigentlich sogar mehr, damit wir Rücklagen für Reparaturen bilden können." Deshalb sei der neue Kontrakt, ebenso wie der bisherige, befristet worden.

Mit dem Vertragsabschluss steht nach Ansicht von Campus-Geschäftsführerin Irene Petrovic-Wettstädt der weiteren erfolgreichen Arbeit des Gymnasiums-Kollegiums und einem ergebnisorientierten Unterricht für alle Schüler nichts mehr im Wege. "Dieser positive Ausblick in den räumlichen Bedingungen sowie die Qualität der Arbeit schlagen sich in der hohen Anzahl der Anmeldegespräche bei der Schulleiterin für das neue Schuljahr 2014/'15 nieder", teilte sie auf Anfrage mit. Seinen Innovationswillen mache das Gymnasium unter anderem dadurch deutlich, dass es nach Englisch und Spanisch nun auch Chinesisch unterrichten wolle.

Petrovic-Wettstädt rechnet damit, dass die Schule auch das vierte Wartejahr (2014/'15) ohne Bezuschussung durch den Freistaat absolvieren muss. Positiv in die Zukunft blicken lasse aber das Urteil des Verwaltungsgerichts, wonach die zuschussfreien Wartejahre und die Absenkung der Zuschüsse für freie Schulen als nicht gesetzeskonform bewertet wurden.

Mit der Zunahme der Klassenstufen erhöht sich automatisch die Schülerzahl im Gymnasium, so dass es baulich bald an seine Grenzen gerät. Diesem Problem will sich eine Stiftung widmen, für deren Gründung laut Hans-Dieter Ulm vom Förderverein der Bildungsstätte bis zum Jahresende alle Formalien abgeschlossen sein dürften. "Weil sie gemeinnützig sein soll, werden wir dann die Unterlagen bei der Stiftungsbehörde und beim Finanzamt einreichen", sagt er. "Gleichzeitig wollen wir aber schon Anfang 2014 Stiftungsvorstand und -rat benennen, um mit der Arbeit beginnen zu können."

Eins der Hauptziele soll es sein, den Ausbau des Gymnasiums sicherzustellen. Ulm: "Dafür versuchen wir Lösungen zu finden, zum Beispiel ließe sich eine GmbH gründen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.12.2013
Pfeifer, Frank

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