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Grimma Otterwisch hofft auf Gewinn und Sponsoren
Region Grimma Otterwisch hofft auf Gewinn und Sponsoren
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13:52 19.05.2015
Künftiger Standort: Ein einsames Fußballtor steht schon am Rande der Fläche, auf der ein Spielplatz entstehen soll. Quelle: Frank Pfeifer

Doch das reicht längst nicht für mehrere attraktive Spielgeräte. Die Hoffnungen richten sich deshalb auf einen bundesweiten Wettbewerb und auf die weitere Unterstützung durch Einwohner und regionale Unternehmen.

Am Sportplatz soll das neue Idyll für die Kinder entstehen, zu DDR-Zeiten befand sich dort schon einmal ein Spielplatz. Das Areal ist zwar etwas abgelegen, weshalb Bürgermeister Matthias Kauerauf (parteilos) die Gefahr des Vandalismus sah. Inzwischen sagt er aber: "Ich hoffe, dass dieser ausbliebt, denn in der Nähe befinden sich Wohnhäuser und das Sportlerheim." Für den Standort würden die Lage fernab jeglichen Straßenverkehrs und die Schatten spendenden Bäume sprechen.

Zwei Eltern haben es mittlerweile in die Hände genommen, sich mit dem Vorhaben bei der Fanta-Spielplatz-Initiative anzumelden. Bundesweit 434 Bewerber hoffen auf eine Unterstützung des Limonaden-Herstellers. Auf die Plätze eins bis drei warten jeweils 10 000 Euro, auf die Plätze vier bis 20 je 5000 Euro. Die Plätze 21 bis 100 erhalten jeweils ein kreatives Spielelement; in diesen Bereich fällt momentan auch Otterwisch, das gestern auf Platz 48 stand. Noch zwei Wochen lang darf im Internet abgestimmt werden.

Ob Otterwisch weiter zulegen kann oder zurückfällt, wird sich zeigen. Sicher sind der Kommune auf alle Fälle schon die 2500 Euro, die sie selbst seit dem vergangenen Jahr gesammelt hat. "Gern würden wir auch als Gemeinde Geld zuschießen, aber da wird das Landratsamt wohl nicht mitmachen", erklärte Bürgermeister Kauerauf. Otterwisch verfügt seit fünf Jahren über keinen bestätigten Haushalt, weshalb die Kreisbehörde bei Ausgaben ein kräftiges Wort mitzureden hat. "Ich glaube nicht, dass sie uns Ausgaben für den Spielplatz genehmigen werden. Aber vielleicht geschieht ja auch mal ein Wunder", so Kauerauf. "Und wenn dann die ersten Spielgeräte stehen, so hoffe ich, werden sich noch weitere Leute finden, die sich finanziell an dem Vorhaben beteiligen."

Der alte Spielplatz hatte aufgegeben werden müssen, weil die Holzgeräte durch Witterungseinflüsse marode geworden waren. Die Sicherheit war für die Kinder nicht mehr gewährleistet, so wurden sie entsorgt. Der Gemeinderat sprach sich dagegen aus, am selben Fleck neue Geräte aufzustellen. "Es gibt zwei Privatfirmen in der Nähe mit vielen Angestellten, die ihre Autos dort abstellen. Außerdem herrscht eine Menge landwirtschaftlicher Verkehr", nennt Kauerauf die negativen Rahmenbedingungen für einen Spielplatz. Deshalb sei entschieden worden, auf der Fläche Parkplätze zu schaffen.

Auch eine andere Idee ist vom Tisch. Sie sah einen Spielplatz auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindeamtes vor. Dieses liegt zwar zwischen Schule und Kindergarten, grenzt aber an drei Straßen. Es hätte einen enormen finanziellen Aufwand bedeutet, das Areal mit Zäunen zu umfrieden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.06.2014
Pfeifer, Frank

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