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Otterwisch verfehlt Ziel bei Abwasserentsorgung

Otterwisch verfehlt Ziel bei Abwasserentsorgung

Bis Ende 2015 soll die Abwasserentsorgung in Sachsen dem Stand der Technik entsprechen. In Otterwisch allerdings lässt sich dieses Ziel nicht einhalten. Nur für den Ortsteil Großbuch können laut Sven Lindstedt, Geschäftsführer des Abwasserzweckverbandes (AZV) Espenhain, die Vorgaben des Freistaats fristgerecht umgesetzt werden.

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Warten auf Anschluss: Dieser Bereich der Otterwischer Hauptstraße soll, bis auf die letzten Häuser am Ortsausgang, per Kanal mit dem Klärwerk Espenhain verbunden werden. Wann das geschieht, steht allerdings noch nicht fest.

Quelle: Frank Pfeifer

Otterwisch. Grundlegend hält Lindstedt fest, dass sein Verband in erster Linie dort investieren möchte, wo Straßen sowieso saniert werden sollen oder andere Versorgungsträger ihre Leitungen in die Erde bringen möchten. "Bei solchen Gemeinschaftsaufgaben können Kosten gespart werden", sagt er. 2008 habe ein laufender Meter Abwasserkanal noch mit 350 Euro zu Buche geschlagen, heute seien es 500 Euro.

Großbuch

Seinen Fokus legt der AZV jetzt auf Großbuch. Im vergangenen Jahr wurde dort eine Gruppenkläranlage errichtet. Kanäle sind jeweils in einem Teil der Ortsdurchfahrt und des Buchenrings gelegt. Alle Grundeigentümer wurden aufgefordert, sich bis zum 6. August anzuschließen und ihre alten Kleinkläranlagen außer Betrieb zu nehmen. "Das ist weitestgehend erfolgt", bilanziert Lindstedt. In den kommenden beiden Jahren sollen im restlichen Buchenring und in der kompletten Schulgasse Kanäle verlegt werden. Dann wird der AZV 1,2 Millionen Euro in den Ort gesteckt haben. "Wir schaffen den Stichtag", zeigt sich der Geschäftsführer zuversichtlich, wohl wissend, dass es für zehn Grundstücke eine andere Lösung geben wird.

Sie liegen im westlichen Teil der Dorfstraße und sollen auf Dauer dezentral entsorgt werden. Das heißt, die Eigentümer müssen bis Ende 2015 vollbiologische Kleinkläranlagen bauen beziehungsweise ihre alten Anlagen nachrüsten.

Otterwisch

70 Prozent von Otterwisch hängen bereits am Klärwerk Espenhain. An diese Zentrale angeschlossen werden sollen auch ein Teil der Hauptstraße nördlich des Göselbachs, ein Teil der Wiesenstraße, die Lindenstraße, die Waldsiedlung sowie Restgrundstücke an der Großbucher Straße, am Oberteich und an der Bad Lausicker Straße. "Das werden wir aber bis Ende 2015 nicht erreichen", schätzt Lindstedt ein, der sich nicht festlegen möchte, wann dort etwas geschieht. "Wenn die Gemeinde Straßen sanieren will und ein halbes bis ein ganzes Jahr vorher an uns herantritt, dann ziehen wir auf alle Fälle mit. Diese Vorlaufzeit brauchen wir für die Planung."

Die Grundeigentümer will der AZV rechtzeitig schriftlich informieren, dass sie bis zu einem Anschluss an das zentrale Netz ihre bisherigen Kleinkläranlagen weiter betreiben können. Sie sollen diese also nicht vorher nachrüsten. Lediglich bauliche Mängel müssten beseitigt werden, wenn von ihnen Gefahren für die Umwelt ausgehen.

Nicht an die zentrale Kläranlage angeschlossen werden unter anderem ein Teil der Großbucher Straße östlich der Teiche, die Winterbergsiedlung und die letzten sechs Grundstücke am Ortsausgang in Richtung Pomßen, die jetzt schon in den Göselbach entwässert werden. Auch dort sollen die Eigentümer bis Ende 2015 über vollbiologische Anlagen verfügen.

Prozedere

Der AZV will noch dieses Jahr allen Eigentümern, deren Grundstücke bislang nicht zentral entsorgt werden, mitteilen, ob diese angeschlossen werden oder nicht. Lindstedt bittet, diese Briefe abzuwarten. Wer in den Schreiben erfährt, dass er eine vollbiologische Anlage braucht, solle außerdem abwarten, bis ihm ein entsprechender Sanierungsbescheid zugeht. Das werde frühestens Mitte bis Ende 2014 geschehen. Wer schon vorher bauen will, sollte einen förderunschädlichen Baubeginn beim AZV oder bei der Unteren Wasserbehörde im Landratsamt beantragen, ansonsten gehen ihm die staatlichen Beihilfen verloren.

Für den Neubau einer vollbiologischen Kleinkläranlage gibt's mindestens 1500 Euro geschenkt; bei der Nachrüstung einer bestehenden mindestens 1000 Euro. Doch dabei handelt es sich nur um Bezuschussungen, denn Nachrüstsätze kosten rund 2500 Euro, und bei einem Neubau ist mit Ausgaben von wenigstens 3600 Euro zu rechnen, wobei hier die Skala nach oben offen ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.10.2013

Pfeifer, Frank

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