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Grimma Otterwischer Störchi kommt zur Reha nach Loburg – gebrochenes Bein amputiert
Region Grimma Otterwischer Störchi kommt zur Reha nach Loburg – gebrochenes Bein amputiert
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17:39 14.08.2016
Storchi aus Otterwisch ist eingefangen und heißt jetzt Emma. Quelle: Klaus Döge
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Otterwisch


Storchi heißt jetzt Emma. Eine Familie, die für die Rettungsaktion des verletzten Jungstorches von Otterwisch Geld spendete hat ihm den Namen gegeben. Emmas verletzes Bein musste amputiert werden. Jetzt verbringt sie den Winter im Storchenhof Loburg.

Anstatt auf seiner bevorzugten Kuhweide zwischen Otterwisch und Großbuch (wo auch die mit Antibiotika präparierten Futterküken ausgelegt waren) den Tag zu verbringen, zog es den Jungstorch Sonnabendvormittag in einen Otterwischer Garten in die Gesellschaft weißer Hausgänse. Inzwischen bekam Klaus Döge Verstärkung durch Uwe Seidel, den ehrenamtlichen Regionalbetreuer für Weißstörche im Bezirk Leipzig. Erste Schussversuche – nur probeweise – mit dem Fangnetz offenbarten, dass auch der Umgang mit dieser Technik beherrscht sein will. Mittlerweile hatte Storchi seinen Standort im Garten wieder verlassen. Jetzt schwärmten alle Vogelfreunde aus, um ihn rund um Otterwisch zu finden. Auch Bürgermeister Matthias Kauerauf half tatkräftig mit. Gegen 15.30 Uhr kam die Nachricht, dass sich das Objekt der Begierde den wohl nobelsten Platz des Dorfes ausgesucht hatte. Er stand im Innenhof von Schloss Otterwisch. Seidel und Kaatz pirschten sich an und überwältigen mit dem Fangnetz tatsächlich das verletzte Tier. Schnell stellte sich heraus, dass es sich um den jüngsten Storch des diesjährigen vierköpfigen Nachwuchses handelte. Bei der Beringung am 24. Juni war eine Familie Nake aus Halle anwesend. Sie spendete Geld für die Otterwischer Storchenkasse und durfte deshalb einen Namen vergeben. Sie legten sich auf Emma fest. Storchi – wie die Internet-Fangemeinde den Unglücksvogel nannte – ist also Emma.

Der Rest der Rettungsaktion ist schnell erzählt. Sicher verpackt fuhr Emma noch am Sonnabend mit Dr. Michael Kaatz in die Tierklinik Magdeburg. Dort stand schnell fest, dass das Storchenbein amputiert werden muss, was vor Ort auch geschehen ist. Aber Emma ist schon wieder wohlauf, hieß es aus Magdeburg. Vielleicht bekommt sie eine Beinprothese. Sicher aber ist, dass der Jungstorch im Storchenhof Loburg überwintern wird. Wenn das Tier sich gut entwickelt, könnte es im Frühjahr 2017 ausgewildert werden. Selbst einbeinige Störche können in freier Wildbahn überleben, bekräftigen die Storchenfachleute.

Auch Klaus Döge atmet auf. Seit dem 3. August drehte sich bei ihm alles nur noch um den Storch. Die Familienmitglieder halfen mit und das Telefon stand nicht mehr still. Durch die Betreibung seiner Internetseite hatten Storchenfreude aus aller Welt Anteil an der Tragödie genommen. Viele Geldspenden gingen ein, die den erfolgreichen Abschluss so erst möglich machten.

Von Thomas Kube

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