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Grimma Pep Grimma weiter in der Warteschleife
Region Grimma Pep Grimma weiter in der Warteschleife
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18:31 07.11.2018
Kaufland will seine Verkaufsfläche im Pep-Einkaufscenter Grimma erweitern. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Der kurz PEP genannte Prima Einkaufs-Park im Grimmaer Westen hängt mit seinen Umbauplänen weiter in der Warteschleife. Denn bei der Genehmigung des Bebauungsplanes gab es ein Problem, so dass die Stadt Grimma das Verfahren zum Teil neu aufrollen musste.

Zusätzliche Fläche für Kaufland

Mit der vierten Änderung zum Bebauungsplan „Gerichtswiesen“ will die Stadt Grimma den PEP-Verantwortlichen die Möglichkeit einräumen, innerhalb des Marktes umzubauen und sich neu aufzustellen. Vor allem geht es darum, dass sich das als Kundenbringer geltende Kaufland vergrößern kann. Maximal 4500 Quadratmeter Verkaufsfläche werden danach dem Vollsortimenter eingeräumt und damit 1500 mehr als jetzt. Insgesamt darf die Verkaufsfläche im PEP 13 000 Quadratmeter nicht übersteigen. Wie berichtet, kämpft der Einkaufstempel seit einiger Zeit mit Leerstand vor allem in der oberen Etage und möchte sich fit für die Zukunft machen.

Rechtsaufsicht machte Einwände geltend

Im April hatte die Stadt Grimma den geänderten Bebauungsplan beim Landratsamt zur Genehmigung eingereicht, bekam aber einen Monat später ein Stoppschild vorgehalten. Die Rechtsaufsicht beanstandete die Abwägung im Planverfahren – genau genommen die der Stellungnahmen der Landesdirektion Sachsen, des Regionalen Planungsverbandes Westsachsen sowie der Industrie- und Handelskammer Leipzig (IHK). Sie hatten Bedenken zu den Plänen im PEP geäußert und gemeint, sie würden gegen Ziele der Raumordnung verstoßen. Das sieht Grimma anders.

Träger äußern sich nach Änderungen positiv

Also zog die Stadt Grimma die Genehmigung des Planes zurück und versuchte, die Kuh vom Eis zu bekommen. Mit ergänzenden Unterlagen wurden die drei Träger öffentlicher Belange im Sommer erneut angehört und dabei die Irritationen offenbar ausgeräumt. Laut Janine Wolff, Leiterin des Stadtentwicklungsamtes von Grimma, lägen von ihnen nun positive Stellungnahmen zur avisierten Änderung des Bebauungsplanes vor.

Grimmas Stadtrat musste deshalb in seiner jüngsten Sitzung zunächst den Satzungsbeschluss zur B-Planänderung aus dem Jahr 2017 aufheben, anschließend die neuen Stellungnahmen abwägen und schließlich die Satzung wieder zum Beschluss erheben. Das Votum fiel einstimmig aus. Die Stadtverwaltung wird nun den Bebauungsplan dem Landratsamt erneut zur Genehmigung vorlegen. Erst mit dem grünen Licht aus Borna und der ortsüblichen Bekanntmachung erlangt er Rechtskraft – und die Pep-Manager können endlich loslegen. Die Jones Lang LaSalle Retail Asset Management GmbH (JLL) ist vom Pep-Eigentümer mit dem Management in Grimma beauftragt. Ihre Pläne haben sich durch langwierige Debatten und Verfahren immer wieder verzögert.

Von Frank Prenzel

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