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Performance an der Mulde holt die Flut nach Grimma zurück

Performance an der Mulde holt die Flut nach Grimma zurück

„Aufgetaucht" – so überschreibt die Stadt Grimma ihr Gedenken an die Hochwasserkatastrophe vor zehn Jahren und den Wiederaufbau danach. Doch bevor die Stadt aus den Fluten aufersteht und eine gigantische Aufbauleistung feiern kann, werden die Besucher der zentralen Veranstaltung am nächsten Sonnabend die schlimmen Ereignisse vom 13. August 2002 noch einmal nacherleben.

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Feuerwerk und Licht werden die Mulde in Szene setzen.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Das jedenfalls verspricht die Regie einer Inszenierung aus Musik, Licht, Pyrotechnik und Ton, in deren Mittelpunkt die Mulde stehen wird. Musikalischer Hauptakteur wird die Sächsische Bläserphilharmonie unter Leitung von Thomas Clamor sein. Das Orchester spielt vor allem populäre klassische Stücke und bildet gemeinsam mit mehr als 100 Sängerinnen und Sängern aus Chören der Region sowie mit der Sängerin Ines-Agnes Krautwurst den musikalischen Hintergrund für sieben Bilder, die die Geschichte der dramatischen Stunden und Tage der Flut sowie der Hilfe, der Solidarität und des Wiederaufbaus danach erzählen.

Orchestermusik, Rezitationen und Lichtkunst lassen die Stadt an einem Sommertag erwachen. Eingespielte Nachrichtensequenzen von damals erinnern an erste Vorahnungen, ehe die Flut als eine Installation aus Licht und Ton die Mulde entlang auf die Pöppelmannbrücke zurollt. Verzweiflung macht sich breit in Bildern von damals, Trauermusik und speziellem Licht. Dann lösen die Nachrichten aus Grimma eine Flut der Hilfe aus, nachempfunden durch Originaleinspielungen, Blaulichter, Sirenen und wieder: Licht und Musik. Die wird festlicher, erzählt bald vom gelungenen Wiederaufbau, Schwimmkerzen verbreiten die Botschaft. Auch die von Dankbarkeit und Demut, die in der Abschlussmusik und durch den Choral „Nun danket alle Gott" zum Ausdruck gebracht werden.

Erwartet werden Tausende. Allein bis zu 1500 können von der Pöppelmannbrücke aus die Bühne vor dem Schloss und die Mulde beobachten. Bis zu 4000 Besucher fasst das Ostufer ober- und unterhalb der Brücke, weitere 3000 könnten am Ufer des Volkshausplatzes Platz finden. Nach der anderthalbstündigen Veranstaltung sollen die Gäste den Weg in die Altstadt finden, wo mit einem Konzert das Fest zum 100-jährigen Bestehen des Marktbrunnens ausklingt.

„Es wird schon sehr emotional", sagt Regisseur Kurt-Uwe Andrich zurückhaltend über eine Performance, die geeignet sein wird, manchen damals Betroffenen die Tränen in die Augen zu treiben. Andrich, der Geschäftsführer der Denkmalschmiede Höfgen, hat Erfahrungen mit Sinfonien aus Musik, Licht und Ton in Landschaften und auf der Mulde, waren die doch schon mehrfach Bestandteil des Höfgener Festivals „Was hören wir". Mit rund 300 Akteuren dürfte die Dimension von „Aufgetaucht" bisher jedoch unerreicht sein. André NeumannAufgetaucht: Sonnabend, 18. August, 21.30 Uhr. Die Pöppelmannbrücke ist ab 21 Uhr geöffnet. Das gesamte Westufer (Stadtseite) der Mulde ist für Besucher gesperrt.

André Neumann

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