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Peta-Kritik sorgt für Unverständnis

Peta-Kritik sorgt für Unverständnis

 Grimma. Mit Unverständnis nahmen viele Muldentaler die Äußerungen der Tierrechtsorganisation Peta (Muldentalzeitung vom 12. März) zum Zirkus Saloni auf. Rigoros war gefordert worden: „Tiere raus aus dem Zirkus“.

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OBM Matthias Berger bei der Probe mit Mini und Maxi.

Quelle: Ralf Zweynert

„Tierschützer kämpfen hier an der falschen Front“, sagen Maria und Günther Köhler aus Grimma. Die Gesundheit des Tieres sei in erster Linie am Fell abzulesen, wissen die gelernten Gerber. Zur Schau gestellte Tiere müssten deshalb gut gehalten werden, um sie zu präsentieren. „Anders bei Nutzviehhaltung“, sagen Köhlers. Dem Ei aus Bodenhaltung sehe niemand an, dass die Hühner fast kahl seien, denn so könnten sie maschinell besser gerupft werden. „Und am Fleisch im Supermarkt merkt niemand, dass die Tiere zum preisgünstigen Schlachthof endlos weit gekarrt werden.“ Ehrliche Künstler hätten es schwer und Zirkusleute sowieso. „Aber sie bringen Freude.“Erbost und sehr emotional reagierte auch Adelbert Becker aus Grethen. „Das haben die Köllners nicht verdient“, sagt „Adi“ Becker, der mit seinem Sohn Philipp selbst bei der Promi-Gala in einer Zauber-Nummer mitwirkt. Die Tiere im Zirkus Saloni seien sehr gepflegt und gut gehalten. „Sie stehen nicht im Mist, haben immer genügend Futter und Wasser“, und Roberto Köllner lasse sie jeden Morgen raus auf die Koppel. „Als die Köllners nach der Sendung von Carmen Nebel aus Leipzig zurück kamen, war der erste Weg von Roberto der zu seinen Tieren. Er hat ihnen Wasser gegeben und geschaut, ob es ihnen gut geht. Das Zelt war ihm in diesem Moment nicht so wichtig wie seine Vierbeiner.“ An dieser Sorge für die Tiere könne sich mancher eine Scheibe abschneiden, meint Adelbert Becker.Wenn es um große Tiere wie Elefanten oder Löwen im Zirkus ginge, sollte man sicher darüber reden, sagt Matthias Constantin aus Grethen. Doch wenn man dem Familienzirkus Saloni Pferd, Lama oder Ziege wegnehmen wolle, könnte der auch gleich zu machen. „Es war eine tolle Veranstaltung“, meint Constantin zur Gala am 6. März. Er komme am 27. März wieder. Auch Jörg Diecke, der als Cowboy bei der Veranstaltung mitwirkt, habe sich an den Tagen, als sein eigenes Pferd im Tierzelt von Saloni stand, davon überzeugt, dass die Tiere hier gut und liebevoll gehalten würden. „Das Zirkusgewerbe ist so alt wie die Menschheit, und ein Zirkus ohne Tiere wäre wie unser Ziegenhof ohne Ziegen“, sagt Peter Köditz aus Fremdiswalde. Die Saloni-Tiere seien bestens versorgt und gepflegt und hätten Freude an der täglichen Bewegung und Arbeit. „Diese Tierschützer sollten eher mal darauf schauen, was zum Beispiel mit Pferden in Military-Wettkämpfen passiert oder ob das Tanzen in der Hohen Schule der Dressur dem wirklichen Bewegungsdrang der Pferde entspricht“, setzt Köditz den Peta-Argumenten entgegen. 

Silke Hoffmann

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