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Grimma Plausch über Blumen und Gemüse
Region Grimma Plausch über Blumen und Gemüse
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05:00 25.07.2011
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. Und immer steht die Volkssolidarität mit ihrer Ortsgruppe Neichen dahinter. Deren Leiterin Karin Gärtner hatte dieses Mal zum Sommer-Gartenfest eingeladen.

Obgleich das vor dem Feuerwehrgerätehaus und damit im Grünen aufgestellte Partyzelt gut gefüllt war, würden sich die Veranstalter wünschen, dass sich noch mehr Senioren aus dem Ort dazugesellten. „Wir sind zwar eine Seniorengruppe, aber eben sehr aktiv", ermutigt Karin Gärtner jene aus dem Dorf, die noch hadern. Das Erfolgsrezept sei ganz einfach. „Die monatlichen Veranstaltungen stehen eigentlich fest im Kalender. Beispielsweise Fasching, Fischerfest oder auch Weihnachtsfeier. Aber thematisch sammeln wir die Vorschläge und beziehen die Senioren mit ein, um auch von ihnen zu erfahren, was sie gerne umgesetzt haben wollen. Und so sind schon wirklich tolle Ideen eingebracht worden." Spontan fiel Karin Gärtner der Tausch von Sämereien ein. Womit sie schon wieder beim Sommer-Gartenfest war.

Und siehe da, gut ein Drittel der Senioren hoben die Hände, als die Frage nach der noch selbst bewirtschafteten eigenen Scholle kam. „Mein Garten ist sogar 3200 Quadratmeter groß", ließ Wolfgang Läbe wissen. „Davon sind aber 60 Prozent Rasen und auf dem Rest wachsen Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln – eigentlich alles." Wie ist das alles zu schaffen? „Mein Sohn hilft beim Rasenmähen. Aber der sitzt auf dem Rasentraktor und ich muss mit dem Handrasenmäher unter den Bäumen rumkriechen und nachputzen", sagte der 82-Jährige und erzählte lachend auch, warum die Arbeitsteilung so ist und nicht anders. „Mein Junge meint, ich hätte schon einen krummen Buckel, da wäre das genau die richtige Arbeit für mich."

Von echtem Glücksklee im Garten berichteten Sonja und Emmerich Kirchner. „Den Samen haben wir damals beim Samentausch bekommen, dann auf gut Glück ausgesät und nun blüht er lila." Aber das wäre nur eine Blume unter vielen. Darunter sei sogar eine über drei Meter hohe Yuccapalme. „Wir bauen nur noch wenig Gemüse an, es gibt doch alles viel billiger im Supermarkt zu kaufen", sagten sie. Aber davon wollten Christine und Werner Rudolph gar nichts wissen. „Bohnen, Gurken, Tomaten und Erdbeeren – das muss sein. Da weiß man wenigstens, was man hat. Nämlich biomäßig angebautes Gemüse", vertraten die Senioren ihren Standpunkt. Na klar, Blumen stehen auch in ihrem etwa 450 Quadratmeter großen Kleingarten. „Aber die dürfen unter gar keinen Umständen geschnitten werden. Höchstens mal ein paar Gladiolen für die Vase daheim", verrät Rudolph. Vom Nachbartisch kam der Hinweis auf Helga Bleiwa. Sie hätte ein wahres Blumenmeer, ja sogar einen „gestalterisch besonders hübschen Garten". „Aber nur, weil bei mir die Blumen auch nicht geschnitten werden."

Frank Schmidt

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