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Grimma Pöppelmannbrücke wird zur Bühne
Region Grimma Pöppelmannbrücke wird zur Bühne
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16:05 19.05.2015
Spontane Session: Mathes Nicolaus, Leander Dietel und Jonas Richter sowie Isabell Gambert und Jonas Nicolaus (v.l.) haben sich auf der Brücke als Hobbymusiker gesucht und gefunden. Quelle: Frank Schmidt

Was erstmals 2010 auf der Hängebrücke als eine Privatinitiative von Nicky Güttner zustande kam und nun das fünfte Mal auf der Flussquerung am Volkshausplatz initiiert worden ist, hätte durchaus mehr Wertschätzung durch die Grimmaer verdient. Die Zahl der Akteure und der Besucher hatte sich in etwa die Waage gehalten. Es war ein Kommen und Gehen, um nicht zu sagen, ein Gucken und Staunen im Vorbeimarsch. Gefährlich war dabei, dass einige Radfahrer, rücksichtslos Slalom durch die Besucher und Kleinkünstler fuhren. Auch die Stadt hätte mehr tun können. Etwa mit einer genauen Information über den Beginn der Veranstaltung. Denn so mancher Besucher hatte bereits zwischen 14 und 18 Uhr auf der Brücke nach Kleinkunst Ausschau gehalten, weil die Veranstaltung für nachmittags statt für abends angekündigt worden war. Sicher mag diesem Irrtum ein weiterer organisatorischer Schnitzfehler geschuldet sein, den Sylvia Lenz verwundert monierte. "Warum sind an so einem Veranstaltungstag nur ein Drittel der Brückenlampen eingeschaltet? Das ist am falschen Ende gespart!", so die Rentnerin. Dennoch gab es Zuschauer, die allen Grund hatten, sich auf oder vor dem Brückengeländer niederzulassen, um das Amüsement zu genießen. "Wir haben vom letzten Mal erfahren, dass es ganz toll gewesen sein soll, deshalb sind wir hier, jedoch ohne große Erwartungen, und es hat sich gelohnt", sagten die drei jungen Frauen Dana Reincke, Nicole Ludwig und Anne Kanzok. Sie lauschten dem Freestyle Rapper "R-Dent", so der Künstlername von Roman Gille. "Ich bin erst kürzlich von Erfurt nach Grimma zugezogen", sagte der junge Mann so selbstbewusst wie es ihm selbstverständlich erschien, sich als Muldentaler Neuling an diesem Straßenfest zu beteiligen. Kostprobe mit einem Reim auf diese Zeitung? "Das ist doch nett - ein Vers für die LVZ - ich weiß noch nicht, was diese Zeitung schreibt - ich hoffe nur, dass sie nicht übertreibt - wenn sie von mir berichtet - und die Worte einfach so verdichtet." Applaus, Applaus dafür auch nur wenige Meter weiter, wo die kleine Sver dem großen Seifenblasenkünstler Jörg Müller echt Konkurrenz machte. "Naturtalent", stellte selbst der Papa Lorenz Rimmelspacher erstaunt fest. "Man muss nur die Schlinge mit der Seifenlösung langsam ziehen", verriet das neunjährige Mädchen ihr Erfolgsrezept. Unter den Musikern, so hatte man schnell den Eindruck, gab es keine Kommunikationsprobleme. Waren etwa Jonas Richter und Leander Dietel erst als Duo zu erleben, gesellten sich später Jonas und Mathes Nicolaus sowie Isabell Gambert zu einer "spontanen Session" dazu. Auch Achmed Kupka spielte das erste Mal mit Silvano Krug zusammen. Und wie sie machten weitere Künstler tolle Werbung für ein prima Brückenfest.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2013

Frank Schmidt

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