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Grimma Porphyrland glänzt an der Englischen Riviera
Region Grimma Porphyrland glänzt an der Englischen Riviera
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00:18 05.11.2016
An der Englischen Riviera trafen sich Vertreter von 120 Unesco-Geoparks. Quelle: privat
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Landkreis Leipzig/Grimma

Der Geopark Porphyrland.Steinreich in Sachsen macht weiter auf sich aufmerksam. Die Protagonisten des Trägervereins mit Sitz in Grimma waren kürzlich nach Großbritannien eingeladen. „Die Unesco hat uns gebeten, unseren Geopark auf einer internationalen Tagung vorzustellen“, berichtet Kerstin Fiedler, Geopark-Managerin. Im englischen Torquay fand die 7. Internationale Konferenz der Unesco Global Geoparks statt. Etwa 700 Teilnehmer aus 63 Nationen waren der Einladung gefolgt. Das Porphyrland möchte bekanntlich in die erlesene Liste der Unesco-Geoparks aufgenommen werden. Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur hob diese Schutzkategorie erst im Vorjahr aus der Taufe.

„Es ist für uns wichtig, uns auch auf internationalem Parkett zu präsentieren und uns zu zeigen“, schildert Kerstin Fiedler die Bedeutung der Stippvisite. In Torquay lässt sich bestaunen, welches Kapital eine Region aus ihrem geologischen Erbe und aus den Reizen der Landschaft schlagen kann. Ob Radfahren, Tauchen, Schwimmen oder Kajak-Touren, die Auswahl an Outdoor-Aktivitäten ist riesig. Begeisterte Mountainbiker kommen auf Offroad-Strecken auf ihre Kosten. Abenteuerlustige Touristen üben sich im Coasteering. Einer neuen Trendsportart, bei der man am Felsen klebt und sich bäuchlings langsam über zerklüftete Klippen schiebt - und das nur wenige Meter über der tosenden Brandung. „Bei der Eröffnungsfeier war ein sehr beeindruckendes Video zu sehen, das den Geopark Englische Riviera vorstellte“, erläutert Kerstin Fiedler. In Sachen Marketing konnten sich die Muldentaler also durchaus wichtige Anregungen holen. Verschiedene Touren führten die Teilnehmer außerdem durch die Region an der englischen Küste. „Erstklassige Exkursionsführer gaben Einblicke in die Erdgeschichte.“ Kerstin Fiedler war gemeinsam mit Diplom-Geograf Wolfram Heidenfelder von der Geomontan Freiberg , einem weiteren Vorkämpfer für das Porphyrland, in England. Bei der Vorstellung des Nationalen Geoparks legte das Duo Wert darauf, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Vulkanismus der Mulde-Region darzustellen.

Gleichzeitig nahmen die Sachsen auch viele Anregungen für ihre eigene Arbeit mit nach Hause. „Beeindruckend war vor allem die unterschiedliche Bedeutung und Wertigkeit von Geoparks in den verschiedenen Teilen der Erde, aber auch die verschiedenen Konzepte, mit denen die Regionen ihr Erbe vermitteln“ , betont Geologin Kerstin Fiedler.

Für Wolfram Heidenfelder von Geomontan spielte der Austausch im Rahmen des Unesco Global Geoparks Networks ebenfalls eine wichtige Rolle. Es gehe darum, eine starke Interessengemeinschaft zum Erhalt des geologischen Erbes zu formen und die Geopark-Idee international voranzubringen. Neben den Welterbestätten und den Biosphärenreservaten seien die Geoparks die dritte Schutzkategorie, die von der Unesco verliehen wird, so der Experte der Gesellschaft für angewandte Geologie in Freiberg. Für das Porphyrland wäre es ein wichtiger Schritt nach vorn, das Unesco-Siegel als hochrangigen und bekannten Qualitätsnachweis zu erhalten. „Zudem wäre eine Unesco-Mitgliedschaft geeignet, die Regionalentwicklung und das Regionalmarketing zu fördern.“ Ob das Porphyrland echte Chancen hat, das Label zu erhalten, wird sich voraussichtlich noch im November entscheiden.

Von Simone Prenzel

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