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Grimma Privater Investor plant 15 Baugrundstücke
Region Grimma Privater Investor plant 15 Baugrundstücke
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08:01 04.05.2018
Ein privater Investor möchte in Grimma-Hohnstädt 15 Baugrundstücke erschließen. Quelle: dpa
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Grimma

15 Baugrundstücke will ein privater Investor in der Seelingstädter Straße in Grimma-Hohnstädt erschließen. Der Stadtrat billigte jetzt in einem einmütigen Beschluss den Bebaungsplan vom März. Nun sind Behörden und Nachbarkommunen im Prozess der Offenlegung zur Stellungnahme aufgefordert.

Bagger sollen Ende des Jahres beginnen

Die Leiterin des Stadtentwicklungsamtes, Janine Wolff, geht davon aus, dass Ende des Jahres hier am Stadtrand die Bagger anrollen können. Derzeit besteht die Fläche aus Acker- und Gartenland. Die künftige Bebauung soll den Grundstücken auf der gegenüberliegenden Straßenseite entsprechen, heißt es im Beschluss. Von der Fläche von rund 15 000 Quadratmetern dürfen 4500 versiegelt werden.

OBM Berger: Wir werden überrannt von Bauanträgen

Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) sagte vor dem Stadtrat, dass Grimma zwingend so schnell wie möglich weiteres Bauland schaffen müsse. „Wir werden momentan überrannt mit Bauanträgen.“ Der Bauboom, der in den letzten Jahren Leipzig erfasst habe, mache sich jetzt im Umland breit. In den ersten vier Monaten des neuen Jahres gingen insgesamt 65 Bauanträge im Stadtentwicklungsamt ein.

So viele waren es 2012 noch im ganzen Jahr. Der Rathauschef freut sich auch, dass Grimma im ersten Halbjahr 2017 um 36 Einwohner gewachsen ist. Das gehe aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Berger spricht von „echten Zuzügen“, die dazu führten.

Verschiedene Projekte

Laut Rathaussprecher Sebastian Bachran erstellte das Stadtentwicklungsamt derzeit verschiedene Bebauungspläne, um Wohnungsbau und Einfamilienhäuser zu ermöglichen. Auch in der Neichener Straße in Nerchau sei in der zweiten Jahreshälfte eine Bebauung möglich. „Die Verdichtung der Stadt wird vorangetrieben: Auf Baulücken entstehen Häuser, Brachen werden umgenutzt“, so Oberbürgermeister Berger. Schritt für Schritt entstehe ein neues Wohngebiet am Rappenberg (die LVZ berichtet). Dafür sei sogar ein neuer Kindergarten im Gespräch.

Die Stadt möchte auch weiteres Bauland in den Dörfern erschließen nachdem Wohngebiete wie in Großbardau erschöpft sind. Bauerngüter oder Scheunen für Wohnraum umzubauen, biete sich gerade jetzt an, so Bachran. Noch würden diese Entscheidungen gut gefördert.

Von Frank Prenzel

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