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Probedienst gemeistert: Wendland startet als Pfarrer in Nerchau

Kirchgemeinde Probedienst gemeistert: Wendland startet als Pfarrer in Nerchau

Pfarrer Markus Wendland absolvierte erfolgreich den Probedienst in Nerchau. Er bleibt nun in Nerchau und hat schon die nächsten Projekte vor Augen. Dazu gehört unter anderem die Sanierung der Orgel in Beiersdorf.

Geheimnis der Kirchturmkugel: Sechs kleine Blechdosen nur mit Heftpflaster umwickelt und nach ihren Daten der letzten Jahrhunderte getrennt, von 1697 bis 1966 kamen zum Vorschein.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma/Nerchau. Markus Wendland wurde mit einem Gemeindefest als Pfarrer eingeführt. Für drei Jahre war er von der Landeskirche als Pfarrer zur Anstellung in den Probedienst abgeordnet. Er übernahm die zweite Pfarrstelle der Kirchgemeinde Grimma mit den Schwesterkirchgemeinden Döben-Höfgen, Hohnstädt-Beiersdorf und Nerchau. „Es ist meine erste Pfarrstelle und meine Frau und mein Kind fühlen sich in Nerchau wohl“, sagt der 34-Jährige. Als er vor drei Jahren nach Nerchau kam, hatte er sein Diplom als Theologe und sein Vikariat in der Tasche. Seine Berufung als Pfarrer hatte er entdeckt, als er seinen Zivildienst im Pflegedienst ableistete. „Zu dieser Zeit wurde ich viel mit dem Thema Tod konfrontiert. Viele fragten sich, wieso gerade ich“, erzählt er. „Ich habe erfahren, dass bei den Menschen eine große Suche da ist, was nach dem Tod kommt“, sagt er. Außerdem habe er gespürt, dass jeder einen Halt im Leben braucht, den viele mit Gott finden. „Oft wurde ich auch gefragt, was ist Dein Glaube“, erinnert er sich. Einfach fiel ihm die Entscheidung, Theologie zu studieren, dennoch nicht, da für ihn die Sprachen Hebräisch, Griechisch und Latein eine große Hürde darstellten. „Doch als ich die Prüfungen bestanden hatte, erkannte ich immer mehr, dass Pfarrer der richtige Beruf ist“, sagt Wendland. Allerdings habe er sich nicht träumen lassen, welche Arbeitsfülle zu bewältigen ist. „Eine meiner ersten Aktionen bestand darin, Fördermittel für die Kirchensanierung in Nerchau zu beantragen“, sagt er. Über 180 000 Euro kostete unter anderem die Instandsetzung des Daches, des Kirchturmes und der Fassade. „Während der Arbeiten wurde auch die Turmspitze demontiert und die Kirchturmkugel geöffnet“, erinnert er sich. Die große Überraschung blieb aus. Keine Tageszeitung und auch kein Münzsatz, wie erwartet worden war. Dafür Dokumente über die Kirche. In den letzten drei Jahren wurden über 500 000 Euro in den Schwesterkirchgemeinden Döben-Höfgen, Hohnstädt-Beiersdorf und Nerchau verbaut. Dazu gehörte unter anderem die Instandsetzung der Orgel in Höfgen. Gegenwärtig wird dafür gesorgt, dass die Orgel in Nerchau restauriert und der Altar in Beiersdorf wieder aufgebaut werden kann. Doch nicht nur mit artfremden Tätigkeiten beschäftigte sich Wendland. „Besonders viel Freude bereitete mir die Gestaltung der Gottesdienste“, sagt er. Dabei arbeitet er eng mit Pfarrer Torsten Merkel zusammen, der mit ihm gemeinsam für die Kirchgemeinde Grimma und Schwesterngemeinden zuständig ist. „Wertvoll für mich ist, dass ich die Menschen der Region ein Stück auf ihrem Weg begleiten darf, ob es nun Beerdigungen oder Hochzeiten sind“, meint der Pfarrer. Die Menschen und die Gegend waren es auch letztendlich, die ihm bewogen, hier in Nerchau die Pfarrstelle zu führen. „In den drei Jahren habe ich viele Menschen gefunden, die sich in das Gemeindeleben eingebracht haben. Es entstanden zahlreiche Freundschaften“, erzählt er. Auch habe es positive Rückmeldungen geben. So hätten die Trauerfeiern den Menschen geholfen, das Geschehene besser zu verarbeiten. „Die Gespräche mit jungen Menschen vor ihrer Hochzeit haben nicht nur mir etwas gebracht, sondern ich bekam das Feedback, dass sie etwas für ihren gemeinsamen Weg mitgenommen haben“, freut er sich. Viel Spaß bereiten ihm auch die Entlassungsfeiern, bei der die Schulkinder aus dem Kindergarten verabschiedet werden. Kein Wunder, ist er doch selbst Vater eines zweijährigen Sohnes und freut sich schon auf sein zweites Kind.

Von Cornelia Braun

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