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Probleme unter dem Blaulicht – Trebsener Brandschützer nur bedingt einsatzbereit

Jahreshauptversammlung Probleme unter dem Blaulicht – Trebsener Brandschützer nur bedingt einsatzbereit

Erstmals haben sich die Floriansjünger aus Trebsen, Seelingstädt, Neichen und Altenhain zu einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung in Trebsen zusammengefunden. In dieser Konstellation ein Novum und zugleich ein positives Zeichen. Die Zusammenkunft symbolisiert Kameradschaft, wie es sie nicht immer gab.

Die Feuerwehr Neichen Februar 2012 bei einer gemeinsamen Übung im Steinbruch Altenhain – gemeinsam mit Kameraden aus Trebsen, Altenhain und Seelingstädt.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Erstmals haben sich die Floriansjünger der vier Ortsfeuerwehren Trebsen und Seelingstädt sowie Neichen und Altenhain zu einer gemeinsamen Jahreshauptversammlung in der Sport- und Kulturstätte Trebsen zusammengefunden. In dieser Konstellation ein Novum, wie Versammlungsleiter Sven Sedlaczek konstatierte. Jedoch auch ein positives Zeichen nach außen. Denn diese Zusammenkunft symbolisiere „Kameradschaft“, wie sie „in Vergangenheit nicht immer der Fall war“, stellte Stadtwehrleiter Christian Pfaff in seinem Rechenschaftsbericht mit einem Seitenhieb auf den Zoff im Trebsener Gerätehaus vor gut einem Jahr fest.

„Es muss in Zukunft wieder gelingen, uns auf die Hauptaufgaben zu konzentrieren“, schwor Pfaff die Truppe auf kommende Herausforderungen ein. Hierfür sah Bürgermeister Stefan Müller in seinem Grußwort gute Ansätze, nachdem „zwischenmenschliche Probleme, die zur Lähmung der Feuerwehr führten“, ausgeräumt seien und „die Kameraden sich nun wieder den eigentlichen Aufgaben widmen.“

In diesem Kontext lobte Kreisbrandmeister Nils Adam als Gastredner das Engagement der Trebsener Feuerwehr für den Katastrophenschutz im Landkreis Leipzig. Dennoch mahnte der Stadtwehrleiter an, „noch intensiver an unseren Schwachstellen zu arbeiten“. Hier benannte er die Ausbildung, welche „qualitativ verbessert werden muss“, sowie die Nachwuchsgewinnung. Besorgt äußerte sich Pfaff über die Dienstbeteiligung, die seine Ortswehrleiter „nur als befriedigend“ einschätzten. In allen Ortsfeuerwehren sei festgestellt worden, „dass es immer nur dieselben Kameraden sind, die sich aktiv an der Ausbildung beteiligen.“

Ohne konkrete Namen zu benennen, nahm der Stadtwehrleiter jene Kameraden ins Gebet, „die man das ganze Jahr nur einmal sieht oder die sich gar nicht an der Ausbildung beteiligen.“ Weshalb er darauf hoffe, „dass sich noch mehr Kameraden mitreißen lassen.“ Für die insgesamt 81 Einsätze mit 1675 Stunden in 2015 stelle die Tageseinsatzbereitschaft ein weiteres Problem dar. „An Werktagen zwischen 6 und 18 Uhr lassen sich Gruppen- und Staffelbesatzungen nur schwer absichern.“ Weite Arbeits- und Ausbildungsorte der Kameraden wirkten sich dafür ebenso negativ aus wie Probleme mit der Freistellung durch die Arbeitgeber der Kameraden. „Gesetzlich ist das zwar geregelt, Theorie und Praxis passen aber oft nicht zusammen“, kritisierte Pfaff und sah die Politik in der Pflicht.

Doch das Trebsener Blaulicht skizzierte nicht nur Schattenseiten, es wurden auch „Vorbildfunktionen“ erhellt. So hob Pfaff die Mannen in den Ortsfeuerwehren Altenhain und Seelingstädt hervor, „die regelmäßig gemeinsame Ausbildungen von hoher Qualität“ durchführten. Insgesamt jedoch, so betonte Pfaff, könne der Ausbildungsstand der insgesamt 90 Kameraden im aktiven Dienst mit gut eingeschätzt werden.

Dem Stadtwehrleiter war es auch im Namen der Ortswehrleiter ein Bedürfnis, der Frauenabteilung, den Ehepartnern der Kameraden sowie den vielen Helfern und Sponsoren zu danken. Abschließend wurden Beförderungen und Ehrungen vorgenommen.

Von Frank Schmidt

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