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Grimma Prozessauftakt: Iraner wegen Messerstecherei in Grimma angeklagt
Region Grimma Prozessauftakt: Iraner wegen Messerstecherei in Grimma angeklagt
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21:22 09.03.2018
In dieser Grünanlage am Grimmaer Pulverturm kam es im Sommer 2017 zu der blutigen Auseinandersetzung. Quelle: Röse
Grimma/Leipzig

Es ging um Geld. Mohammad S. soll seine Schulden bei Siavash A. nicht beglichen haben. Weswegen der Iraner am Abend des 19. Juli im vergangenen Sommer sein Messer gezückt und sein Opfer mit mehreren Stichen lebensbedrohlich verletzt haben soll. Die Tat ereignete sich auf einem Spielplatz am Grimmaer Pulverturm. Die Staatsanwaltschaft Leipzig klagte den 28-Jährigen am Landgericht Leipzig wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung an.

Die Hauptverhandlung vor der 1. Strafkammer des Landgerichtes Leipzig, unter Vorsitz von Richter Hans Jagenlauf, ist am Mittwoch eröffnet worden. Verspätet zwar, da das Gericht den falschen Dolmetscher bestellt hatte – A. verstehe nur persisch, kein arabisch. Schließlich konnte die Staatsanwaltschaft mit der Anklage doch noch Details zu der Tat verlesen.

Demnach traf A. an jenem Sommerabend gegen 22.45 Uhr auf sein Opfer. Der Spielplatz ist regelmäßiger Treffpunkt von Migranten und Einheimischen. Es wird Bier getrunken, die Zeit totgeschlagen. Mohammad S., Afghane, zum Tatzeitpunkt 25 Jahre alt, und der Angeklagte gerieten wegen des Geldes in einen zunächst verbalen Streit. Laut Anklage zückte Siavash A. in dessen Folge ein Klappmesser und stach unvermittelt gegen die linke Schläfe seines Kontrahenten. „Daraufhin versuchte der Angeklagte, das Opfer mit weiteren Stichen gegen Hals, Kopf und Oberkörper zu verletzen und nahm dabei billigend in Kauf, dass die Verletzungen tödlich sein können“, so die Staatsanwaltschaft. Mohammad S., der sich gegen die Angriffe zu wehren versuchte, erlitt durch die Tortur mehrere tiefe und oberflächliche Schnittverletzungen. Der mutmaßliche Täter flüchtete schließlich. Der Afghane musste in ein Krankenhaus gebracht werden, wo er knapp zwei Wochen stationär behandelt werden musste.

Der Angeklagte sitzt seither in Untersuchungshaft in Leipzig. Sein Pflichtverteidiger erklärte, dass der Iraner im Laufe der Hauptverhandlungen eigene Angaben zur Tat machen werde, „allerdings nicht heute“, so Rechtsanwalt André Röhrich.

Mit der Anklageverlesung endete der erste Verhandlungstag – der Prozess wird am 9. März fortgesetzt.

Von Thomas Lieb

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