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Grimma Quadriga wirbelt mächtig Staub auf
Region Grimma Quadriga wirbelt mächtig Staub auf
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05:00 21.03.2011
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. Für die zahlreichen Gäste war es aber auch die abendliche Hallenparty, mit der das große Pferdesportevent kulturell eingerahmt und schon volksfestartig gefeiert wurde.

Während sich draußen bei sternenklarem Himmel die Temperaturen dem Nullpunkt näherten, stieg in der Reithalle die Stimmung auf den Siedepunkt. Die Vierbeiner hatten sich in ihre Boxen zurückgezogen, sodass René Fischer nun auf vier Rädern durch die Halle reiten konnte, nämlich auf dem Quad und mit einem riesigen Holzrechen im Schlepptau, um den Parcours für die Tänzer vom Tanzsportzentrum Grimma zu präparieren. „Auch wenn noch ein Teppich auf dem weichen Hallenboden ausgebreitet wurde, das ist eben kein Parkett. Hier zu tanzen, ist schon eine Herausforderung", sagte Trainerin Bettina Wiede-Arnold. Die Crazy-Kids machten den Anfang und – wie alle anderen Tänzer auch – eine wirklich tolle Figur.

Dass der Verlauf des Abends rechtmäßig vonstatten ging, überwachten Heiko Große und Clemens Höme, die in einem Polizei-Trabi gar mit Blaulicht vorfuhren. Allerdings mit nur drei PS nicht unter, sondern vor der Motorhaube. Weil sie dem E10-Treibstoff nicht trauen, wie sie sagten, spannten sie halt drei Pferde vor ihre Pappe.

Doch kaum waren die Ordnungshüter durch, wirbelte der schon legendäre „Römer-Rudi", alias Rudi Wentzlaff aus Wetteritz, ordentlich Staub auf. Als Legionär kostümiert und in einer Quadriga stehend, raste er durch die Arena. Das Viergespann, das aus Schimmel Isa, Fuchs Sultan, Fuchsstute Isy und Hengst Karthago bestand, flößte dem Publikum ordentlich Respekt ein, als es hauchdünn an der Bande vorbei donnerte. Karthago sei sogar ein Araber-Deckhengst, wusste Hausherrin Gisela Grigoleit. „Das Pferd hat ein ganz empfindliches Nervenkostüm und ist sehr temperamentvoll. Da ist es schon beachtlich, das Gespann trotzdem so gut zu beherrschen", sagte sie, nachdem sie – zusammen mit ihrem Mann Willi von Römer-Rudi auf eine Ehrenrunde mitgenommen – mit „wackligen Knien" wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

Beachtlich war auch die Darbietung von Rudolf Grabner. Der 65-Jährige zeigte auf dem 16-jährigen Prinz an der Longe von Mario Lange sein Können beim Voltigieren. Ohne dabei im Schatten von Ulrike Posselt zu reiten, die als Sachsenmeisterin im Voltigieren auch auftrat. Die „kleene Schnecke aus Leipzsch", wie sie Joachim „Acke" Wieczorek augenzwinkernd nannte, konnte, oder besser wollte mit ihm nicht mithalten. Denn Acke, der ebenfalls voltigierte, hatte das Privileg, seinen schon sehr üppigen Bauch geschickt unter einer Clownmaskerade zu verstecken, was aus seinem Auftritt eine gewollt komische Show machte. Aber an den tollen sportlichen Fähigkeiten von Acke gab es nichts zu deuteln, denn das will auch erst einmal gekonnt sein.

Dass sich danach zum Entzücken der Frauen noch ein Cowboy entblößte und seine attraktive Blonde unter den glänzenden Augen der Männer barbusig auf einem Pferd durch die Arena ritt, gehörte zum Programm, wurde zum Glück aber von der Trabipolizei nicht beanstandet.

Frank Schmidt

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