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Grimma Radiobastler und Steuermann - Steffen Kretschmar ist der neue Direktor
Region Grimma Radiobastler und Steuermann - Steffen Kretschmar ist der neue Direktor
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00:43 17.09.2015
Guter Dinge: Steffen Kretschmar kennt die Oberschule Grimma seit etlichen Jahren. Der 51-Jährige ist der neue Schulleiter. Quelle: Thomas Kube
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Er ist der neue Schulleiter an der Oberschule Grimma. Doch neu ist er eigentlich nicht. Der Mathematik, Physik- und Astronomielehrer kennt den Schulbetrieb aus dem Eff-Eff. Der in Muschau bei Dürrweitzschen Geborene ist seit 2004 stellvertretender Schulleiter und hat eng mit seinem Vorgänger Dietmar Linke zusammengearbeitet. Er wohnt jetzt in Döben, ist glücklich verheiratet und eigenen Worten zufolge auch privat "steuermanntauglich". Zur Patchwork-Familie gehören vier erwachsene Kinder und vier Enkel.

Durch seinen Deutsch-Geschichtslehrer sei er auf die Idee gekommen, dass der Lehrerberuf auch etwas für ihn wäre. "Er sagte immer, es gibt nie eine falsche Antwort. Das hat uns immer motiviert", erinnert er sich. Dass er sich für die Fächer Mathematik und Physik entschied, liegt wohl eher daran, dass er vorwiegend ein rational denkender Mensch ist, obwohl bei ihm durchaus ein ganzes Stück Emotionen - privat und auch beruflich - mitschwingen. In seiner frühesten Jugend bastelte er aber auch gern an Radios. Nach dem Studium in Leipzig absolvierte er ein Praktikum in Großbardau. Bereits 1991 wird der Pädagoge stellvertretender Schulleiter in Grimma-Süd. Bevor die Schule 2004 schließt, übernimmt er dort die kommissarische Leitung. Erfolgreich bewirbt sich der Döbener als Stellvertretender Schulleiter an der Oberschule Grimma. "Ich liebe diese Schule und diese Stadt. Es gibt keinen Grund, woanders hinzugehen", sagt er heute. Das war auch der Grund, dass er sich für die Stelle als Schulleiter bewarb. An der Oberschule lernen derzeit 419 Schüler, die von 39 Lehrern unterrichtet werden.

Steffen Kretschmar brachte 2004 gemeinsam mit Dietmar Linke Ganztagsangebote an der Schule auf den Weg. Es entstanden die Sportförder- und später die Musikförderklassen. "Dabei konnten wir viele Partner für die Stadtschule gewinnen, unter anderem das Jugendblasorchester oder den FC Grimma", sagt der Schulleiter. Zur Erfolgsgeschichte der Oberschule gehört ebenso, dass viele Partner gewonnen wurden, um die Berufsorientierung für die Schüler zu erleichtern. Aber auch die schwierige Zeit, nach der Flut 2002 und der erneuten 2013 meisterte er mit. Nicht zu letzt, weiß er ein eingespieltes Lehrerteam und Eltern um sich, die bereits viele Projekte unterstützt haben. Die Mathematik- und Physiklehrerin Simona Vogel konnte er als seine Stellvertreterin gewinnen. Das sei keine einfache Aufgabe, da in ihrer Hand der Stundenplan liege, den er jahrelang betreut habe. Kursänderungen hat der Pädagoge gegenwärtig nicht im Plan, obwohl er offen für Veränderungen im Sinne der Kinder ist. Allerdings ist ein Anbau geplant, der mehr Platz für die Ganztagsbetreuung und die Bibliothek bieten soll. Dazu stellte der Stadtrat Grimma bereits die Weichen.

Die Sommerferien wurden genutzt, um die letzten Flutschäden im Objekt zu beseitigen. Dazu gehörte die Verlegung des Parketts im Speisesaal, die Sanierung der Fassade und der Bau der Außentreppe. "In diesem Schuljahr strebe ich auch an, dass wir uns mit einem Projekt um den Sächsischen Schulpreis 2016 bewerben. Das Potenzial dazu haben wir", sagt er. Traditionelle Veranstaltungen wie das Weihnachtssingen oder den Tag der offenen Tür sollen nach wie vor stattfinden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2015

Cornelia Braun

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