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Radsportlegende Olaf Ludwig kommt und würdigt Nachwuchsarbeit

Radrennen Rund ums Muldental Radsportlegende Olaf Ludwig kommt und würdigt Nachwuchsarbeit

Am Sonntag findet das traditionelle Radrennen „Rund ums Muldental“ statt. Die Radsportgemeinschaft Grimma (RSG) als Veranstalter erwartet für das bundesoffene Straßenrennen für Lizenz- und Hobbyfahrer bis zu 450 Radsportler aus ganz Deutschland.

Olaf Ludwig: Die Radsportlegende wird als Ehrengast erwartet - vielleicht wie hier mit Rad und in Rennkleidung.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. Wenn am Sonntag in Grimma-Hohnstädt die Pedalen klicken, dann startet das traditionelle Radrennen „Rund ums Muldental“. Die Radsportgemeinschaft Grimma (RSG) – Veranstalter dees beliebten Wettbewerbs – erwartet für das bundesoffene Straßenrennen für Lizenz- und Hobbyfahrer bis zu 450 Radsportler aus ganz Deutschland, wobei sich die meisten Athleten aus Ostdeutschland kommend in die Starterlisten eingetragen haben. Darunter Lizenzfahrer der Schüler in den Altersklassen U11, U13 und U15, die jeweils 12,3, 24,6 beziehungsweise 36,9 Kilometer fahren müssen. Die U17-Jugend muss 61,5 Kilometer strampeln, die Junioren U19 73,8 Kilometer. In den rot-gelben Trikotfarben des Veranstalters starten hier Marvin Bosniatzki (U13), die Geschwister Hanna und Helene Zöttler (U15) sowie Rico Brückner (U19). Im Seniorenbereich treten auch die RSG-Lokalmatadore Marek Bosniatzki, Mirko Brauns, Ralf Keller und Michael Maneck in die Pedalen und müssen 73,8 Kilometer im Sattel sitzen. Nur die Elite Männer der Leistungsklassen A, B und C werden am Ende des Tages mit 98,4 Kilometern die längste Strecke fahren. Nicht zu vergessen sind die Hobbyfahrer ab 18 Jahren, sie müssen 49,2 Kilometer absolvieren.

Was die Starterzahlen angehe, haben sich in diesem Jahr etwa 100 Athleten weniger angemeldet. Das sei jedoch dem aktuellen Rennkalender geschuldet, da am gleichen Wochenende auch Bundesligarennen im Nachwuchsbereich stattfinden. Dennoch, so Mario Langer vom Organisationsteam, sei man mit dem Starterfeld zufrieden. „Das kann sich mit anderen Rennveranstaltungen sehen lassen, die deutschlandweit den gleichen Wettkampfstatus haben.“ Trotzdem seien die Nachwuchsrennen der Schüler, Jugend und Junioren sehr gut besetzt, da gehen 70 bis 80 Sportler an den Start.

Start und Ziel sind auf der Schillerstraße in Hohnstädt. Die Strecke, die am Sonntag zwischen neun und 17 Uhr gesperrt sein wird, führt dann am Wasserturm an der Feuerwehr vorbei, über die Wedniger Straße und Autobahnbrücke auf die B107 in Richtung Trebsen, dort kurz vor dem Ortseingang rechts über die Industriegebietsstraße nach Wednig und Bahren, um auf der Grimmaer Straße wieder in Richtung Hohnstädt zu kommen. Zuvor aber müssen die Rennfahrer links auf die Bahrener Straße abbiegen und den Gänseberg hoch, bevor das Ziel erreicht sein wird. Eine Runde beträgt etwa zwölf Kilometer. „Der Gänseberg hat es in sich und kann rennentscheidend sein“, weiß Langer. Aber dieser Berg sei erfahrungsgemäß auch eine Bühne für Zuschauer und Schlachtenbummler, weil hier die Leute ihre Stühle und Bänke rausstellen, um die Fahrer anzufeuern. In einer Rennpause gegen 13.45 Uhr startet am Wasserturm die „Kleine Friedensfahrt“ für Kinder der ersten und zweiten Klasse über 900 Meter sowie der dritten und vierten Klasse über die doppelte Distanz. Voraussetzung für eine Anmeldung vor Ort ist das Einverständnis der Eltern, zudem besteht Helmpflicht.

Prominenter Ehrengast wird übrigens Radsportlegende Olaf Ludwig sein. Der dreifache Friedensfahrt-Gesamtsieger, Gewinner von drei Etappen der Tour de France und Olympiasieger im Straßenrennen will mit seiner Präsenz besonders die Organisatoren der Nachwuchsrennen würdigen. „Ich glaube, da gibt es besonders viele Probleme, adäquate Rennen zu veranstalten, da es immer schwieriger ist, Genehmigungen zu bekommen“, sagte Ludwig in einem Telefongespräch vorab und lobte die RSG-Leute, „die sich trotzdem dafür engagieren und nicht beirren lassen, Chapeau“. Ob der 57-jährige gebürtige Geraer selbst im Sattel sitzend eine oder zwei Runden dreht, ließ er schmunzelnd offen.

Von Frank Schmidt

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