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Grimma Radweg nach Borna nimmt Gestalt an: Grimma steht in den Startlöchern
Region Grimma Radweg nach Borna nimmt Gestalt an: Grimma steht in den Startlöchern
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08:57 16.03.2018
Bis zum Anradeln dauert es noch ein wenig: Vertreter beteiligter Kommunen und Verbände mit Landrat Henry Graichen (l.) bei der Vertragsunterzeichnung für die Radverbindung im April vorigen Jahres. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna/Grimma

Vor knapp einem Jahr fiel der offizielle Startschuss für ein ehrgeiziges Projekt: Auf einer Länge von 33 Kilometern soll es künftig eine durchgängige Radwegeverbindung zwischen Borna und Grimma geben. Die Idee zu der touristischen Route war nach der letzten Kreisreform entstanden. Das Besondere: Die Strecke soll abschnittsweise auf dem Damm der ehemaligen Querbahn verlaufen und auch touristsche Höhepunkte einbinden.

Radweg Grimma Borna Grafik für Online als jpeg Quelle: Patrick Moye

Radweg wichtige Ost-West-Verbindung

Die ersten Vorplanungen datieren aus dem Jahr 2011. Anschließend dauerte es noch einmal sechs Jahre, um alle Partner an einen Tisch zu holen. Ende April 2017 schließlich lud Landrat Henry Graichen (CDU) zum symbolischen Starttermin ein – unter Beteiligung der fünf involvierten Kommunen, des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland sowie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Der Verwirklichung des Vorhabens wurde als Brückenschlag zwischen den beiden Mittelzentren, aber auch als wichtige Ost-West-Verbindung im Landkreis große Bedeutung beigemessen.

Der Teufel steckt im Detail

Doch die Umsetzung der Trasse scheint weiter Geduld zu erfordern. Zwar bekannten sich die Stadtchefs von Grimma, Bad Lausick, Frohburg, Kitzscher und Borna zum Routenverlauf und dessen Umsetzung. Doch der Teufel steckt mitunter im Detail. So waren im Abschnitt Bad Lausick-Flößberg größere Hindernisse zu überwinden. Eigentlich hieß es zum offiziellen Startschuss im April, dass möglicherweise noch 2017 die Ausschreibung erfolgen soll. Doch dieser Zeitplan galt kurze Zeit später schon wieder als hinfällig.

Trasse verläuft teilweise auf altem Bahndamm

Erst Ende Januar wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, die Planung der Trasse über den ehemaligen Bahndamm parallel zur B 176 fortzuführen, wie Landkreissprecherin Brigitte Laux informiert. Das vergangene Jahr sei zur grundsätzlichen Klärung von Fragen der Finanzierung, des Grunderwerbs und der späteren Unterhaltung bestimmt worden, hieß es weiter. „Zwischenzeitlich wurde durch das Büro die Vermessung durchgeführt“, so Laux. „Die Fertigstellung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung unter Einbeziehung aller Beteiligten ist nunmehr für Oktober 2018 geplant. Erst nach Abschluss des vollständigen Baurechtes wird die Ausführungsplanung erstellt.“ Unter Berücksichtigung der Ausschreibungsmodalitäten sei ein Baubeginn voraussichtlich Anfang 2020 möglich.

Bund finanziert das Projekt aus der Radverkehrskonzeption

Wenigstens die Finanzierung ist in trockenen Tüchern: Der Abschnitt, der künftig den Radverkehr der B 176 zwischen Bad Lausick und Flößberg aufnehmen wird, weist in der Sächsischen Radverkehrskonzeption die höchste Priorität aus und wird aus Bundesmitteln gezahlt.

Etwas weiter gediehen sind die Vorbereitungen auf dem Gebiet der Stadt Grimma. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) treibt die Trasse voran und verkündet stolz: „Wir wollen, wenn alles klappt, noch in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Bad Lausick loslegen.“ In Regie der Grimmaer wird der Abschnitt zwischen Großbothen und Glasten gebaut. „Hier werden Radfahrer künftig auf einer Länge von rund zwei Kilometern auf der ehemaligen Ortsverbindungsstraße Großbothen-Glasten unterwegs sein können.“ Kostenpunkt allein für diesen Teilbereich: rund 480 000 Euro.

Auch Radweg von Grimma zur Elbe nimmt Fahrt auf

„Allerdings“, erklärt Berger, „können wir für das Vorhaben auf eine 90-prozentige Förderung hoffen.“ Positiv sei, dass neben diesem Projekt auch die Verbindung von Grimma gen Elbe weiter Fahrt aufnimmt. „Für den Abschnitt Mutzschen-Wagelwitz liegen uns jetzt ebenfalls konkrete Zahlen vor“, informierte Berger über Fortschritte auf einem Teilstück der Verbindung. Hier soll auf 1,5 Kilometer Länge ein 3,50 Meter breiter Radweg gebaut werden. „Die Investitionen belaufen sich auf 560 000 Euro.“ Auch hierfür erhalte Grimma eine 90-prozentige Förderung. Die Mulde-Elbe-Route beginnt in Trebsen, durchläuft anschließend die Grimmaer Ortsteile Nerchau, Denkwitz, Cannewitz, Wagelwitz und Mutzschen, dann Wermsdorf, Oschatz und Liebschützberg, bevor sie in Strehla in den Elbe-Radweg mündet.

Von Simone Prenzel

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