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Grimma Räuberische Spiele im Jutta-Park
Region Grimma Räuberische Spiele im Jutta-Park
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05:00 12.05.2010
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. Augustin, die seit Monaten Schillers berühmtes Stück einstudieren (die LVZ berichtete). Flohen sozusagen aus den altehrwürdigen Mauern der einstigen Fürstenschule und verzogen sich für drei Tage in die Natur, nämlich nach Höfgen, wo „Die Räuber" im Juni auch zur Aufführung gelangen.

„Es ist hier etwas völlig anderes und ganz Lockeres", ist „Räuberhauptmann" Jens Richter begeistert, seines Zeichens Lehrer und Regisseur. Er sei glücklich, dass die Schüler der 8. bis 12. Klassen diese Probe-Oase gefunden haben. Bei Uwe Andrich aus der Denkmalschmiede hätte es keine Frage und sofort Unterstützung gegeben. Als das Wetter doch nicht so richtig mitspielte und man dem eigentlich geplanten Zelten in Höfgen etwas skeptisch entgegen sah, habe die Denkmalschmiede den Gymnasiasten das Lindhaus zum Übernachten und auch zum Proben zur Verfügung gestellt.

Drei Tage lang ging es hier jetzt richtig zur Sache. Proben von früh bis abends. „Wir sind fast durch mit den Räubern", sagt Jens Richter, „nur die allerletzte Szene fehlt noch." Erst jetzt hätte man gemerkt, dass man sich doch ein ziemlich langes und schweres Stück ausgesucht habe. Obwohl – Jonas und Richard schrieben im Vorfeld Schiller ein wenig um, gemünzt auf die Grimmaer Gymnasiasten und auf die heutige Sprache der Jugend. Aber eben nur ein wenig. Ein langes schweres Stück blieb es trotzdem.

Dennoch haben die Mädchen und Jungen einen Riesen-Spaß bei ihrer „Arbeit". Besonders im Höfgener Probelager. „Das ist für sie mal was ganz anderes als Schule", merkt Jens Richter. Neben straffen Proben wird viel gelacht. „Unsere Unterkunft und das Essen ist super hier", ist Martin begeistert. Sechs Schnitzel habe er am Vorabend gegessen, so gut schmecke es.

Wenn das Wetter es zulässt, proben die Gymnasiasten ihre „Räuber" schon an dem Ort, wo sie das Stück am 17., 18. und 19 Juni auch im Rahmen der diesjährigen Schultheatertage aufführen werden, nämlich auf dem Rondell im Jutta-Park Kaditzsch. Im Juni sind auch die Dazzling Flights mit dabei, die Tänzer und Tänzerinnen unter Leitung der Hohnstädterin Ines Thomas. Nein, mit vielen Kulissen wolle man zur Aufführung nicht aufwarten – gerade mal drei habe man, aber die sollen noch nicht verraten werden. „Unsere Kulisse sind die Natur und der Wald", sagen die jungen Mimen.

Silke Hoffmann

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