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Grimma Rassige Kaninchen auf dem Laufsteg in Großbothen
Region Grimma Rassige Kaninchen auf dem Laufsteg in Großbothen
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00:19 29.07.2017
Gewicht ist gefragt: Matthias Schirmer wiegt seine Castor-Rexe regelmäßig. Sie bringen bis zu 4,5 Kilogramm auf die Waage. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma/Grossbothen

Wenn zur 25. Muldental-Kreisjungtierschau der Rassekaninchenzüchter über 131 Kaninchen auf den Laufsteg in Großbothen gehen, ist auch Matthias Schirmer (56) mit seinen Castor Rex und seine Frau Petra (53) mit Kleinsilber gelb vom ausrichtenden Verein S 760 Großbothen mit von der Partie. Am 29. und 30. Juli können Interessierte die Langohren auf dem Gelände der Landtechnik Hanschmann in der Großbardauer Straße 3 in Großbothen bewundern. Darunter auch Tiere, die auf der Liste der gefährdeten Rassen stehen. So stellt unter anderem Zuchtfreund Werner Mohaupt seine Deutschen Großsilber schwarz aus. Bereits am Freitag werden die Preisrichter die verschiedenen Rassen und Farbenschläge begutachten und die Sieger küren.

Wenn zur 25. Muldental-Kreisjungtierschau der Rassekaninchenzüchter über 131 Kaninchen auf den Laufsteg in Großbothen gehen, ist auch Matthias Schirmer (56) mit seinen Castor Rex und seine Frau Petra (53) mit Kleinsilber gelb vom ausrichtenden Verein S 760 Großbothen mit von der Partie.

Mit seinen Castor Rexen wurde Matthias Schirmer schon Deutscher Meister und Deutscher Vizemeister sowie mehrfach Sächsischer Meister. Der Kreisvorsitzende und Vorsitzende des Kaninchenzuchtvereins in Großbothen züchtet seit 1991 Castor Rexe. Zuvor hatte er Weiße Neuseeländer und Großchinchillas. Bereits sein Vater war Vorsitzender in Großbothen. Als Achtjähriger wurde er vom Kaninchenvirus infiziert. Obwohl es ihn durch seine Heirat nach Leisnig zog, ist er dem Verein in Großbothen treu geblieben, dem noch 13 Mitglieder angehören. Seine vier Ausstellungstiere wählte er aus acht Würfen aus. Zwei bis acht Tiere zählt ein Wurf. „Bereits ab zehn Monate können Kaninchen zu Zuchttieren werden“, erklärt er. Wer jedoch glaube, man bräuchte nur zwei Tiere mit dem Prädikat vorzüglich zu mischen, um ein Siegertier zu züchten, der sei auf dem Holzweg, so der Hobbyzüchter. „Die Auswahlkriterien sind viel schwieriger. Die Tiere bekommen vor allem Futter aus der eigenen Ernte wie Luzerne, Heu, Rüben und Möhren, aber auch Kraftfutter“, erzählt er.

Vor Ausstellungen richtet er seine Tiere besonders mit Kamm und Bürste her. Die Preisrichter interessieren sich jedoch nicht nur für die Sauberkeit der Tiere, sondern unter anderem auch für das Gewicht, den Körperbau, das Fell und die Rassemerkmale. Doch das Wichtigste vor der Ausstellung sei, sich viel Zeit für die Tiere zu nehmen. Bereits in den frühen Morgenstunden füttert er die Tiere und abends gibt es auch Streicheleinheiten. Er lehrt seine Tiere, sich richtig vor den Preisrichtern zu präsentieren. „Diese haben nur wenige Minuten Zeit, um die Tiere zu bewerten. Da ist es wichtig, dass sie nicht scheu sind, sondern ihre Vorzüge zeigen“, ist Schirmer überzeugt. Doch bis dahin heißt es noch, die Krallen zu verschneiden, sie zu bürsten, damit das Fell herrlich glänzt. Das gleiche tut seine Frau Petra, die die Kleinsilber gelb von ihren beiden Töchtern übernommen hat. Petra Schirmer hat mittlerweile auch ein Herz für die Vierbeiner entwickelt. Sie sitzt im Landesverband in der Revisionskommission. Sie kommt auch mit vier Exemplaren, die die Richter auf Herz und Nieren prüfen sollen. Froh sind die Schirmers, dass ihr Verein bisher vom RHD2-Virus verschont geblieben ist. „Wir haben unsere Tiere alle geimpft“, erklärt Matthias Schirmer. Trotzdem soll es schon vorgekommen sein, dass das Virus bei geimpften Tieren ausgebrochen ist. Eigentlich sollte es nach der Ausstellung in Großbothen zur Landesjungtierschau nach Tautenhain am 5. August gehen, doch diese musste abgesagt werden, da einige Züchter Probleme mit dem Virus haben. „Wir sind jedoch optimistisch, dass die Kreisschau für Alttiere im November in Altenhain stattfinden kann“, so Matthias Schirmer.

Von Cornelia Braun

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