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Rathausgalerie Grimma zeigt Friedrich Decker

Rathausgalerie Grimma zeigt Friedrich Decker


Grimma. Ein Jahr und eine Woche nach seinem Tod wird am Sonnabend in der Grimmaer Rathausgalerie eine Ausstellung mit Bildern des in Döben geborenen Malers, Grafikers und Restaurators Friedrich Decker eröffnet.

. Friedrich Decker brachte es im Laufe seines Lebens und seiner beruflichen Karriere zu nationalem und internationalem Ansehen vor allem als Fachmann auf dem Gebiet der Restaurierung von Gemälden.

Nach Studium in Leipzig und Halle begann er als Restaurator an der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden und ging danach nach Potsdam Sanssouci, wo er eine Gemälderestaurierungswerkstatt aufbaute und leitete. Später gab er sein Wissen an Studenten weiter, ab 1977 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und in einem in der Fachwelt noch heute gültigen Lehrbuch „Historische Maltechniken und Kopie".

Seiner Heimat und insbesondere dem Ort Döben, dessen Schloss er vor und nach der Sprengung mehrfach malte, blieb Decker sein Leben lang verbunden. Heimatforscher Rudolf Priemer erinnert sich daran, wie er als Junge mit dem 16 Jahre Älteren im Wald bei Döben Pilze sammeln war. Später, als Priemer das Grimmaer Museum leitete, habe Decker Bilder aus dem Museumsbestand von seinen Studenten in Dresden restaurieren lassen. „Friedrich Decker war ein sehr bescheidener, zu bescheidener Fachmann", urteilt Rudolf Priemer. „Wenn man nicht weiter wusste, rief man ihn in Dresden an und er gab Rat."

 

Aus dem umfangreichen künstlerischen Werk Deckers werden vom Sonnabend an in Grimma 34 Bilder gezeigt. Dass diese erste Ausstellung nach dem Tod des Malers in Grimma zu sehen ist, darum bemühten sich Rudolf Priemer und Holger Vogt vom Förderkreis für Kunst und Kultur. Susanne Decker, die Witwe des Malers, wählte die Bilder aus dem reichen Fundus aus. „Ich habe das für meinen Mann gern getan, weil er diese Ausstellung in Grimma auch gern gehabt hätte." Und während Friedrich Decker in Fachkreisen großes Ansehen als Restaurator genoss, sei er „im Grunde seiner Seele immer Maler gewesen", ist seine Witwe überzeugt.

 

Zu sehen sein werden unter anderem Ölbilder und Aquarelle, vorwiegend Landschaftsbilder, darunter mehrere, die auf Deckers Italienreisen entstanden, aber auch Grimmaer Landschaften. Zu den Besonderheiten der Ausstellung zählen zwei Selbstbildnisse. Eines stammt von 1969, da war Decker 48, das zweite malte er im Jahr seines Todes, es blieb unvollendet. Friedrich Decker starb am 16. Juli 2010. Die Ausstellung wird am Sonnabend, genau eine Woche nach seinem Todestag, 11 Uhr eröffnet.

André Neumann

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