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Grimma Rekordbeteiligung beim sechsten Oldtimertreffen am Grimmaer Oberwerder
Region Grimma Rekordbeteiligung beim sechsten Oldtimertreffen am Grimmaer Oberwerder
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15:51 25.06.2017
Ausfahrt im einstigen Bereitschaftspolizei-Fahrzeug: Rita und Andreas Mertin aus Kitzscher rollten im Kübel-IFA F 9, Baujahr 1953, am Oberwerder vor. Quelle: Foto:
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Grimma

„Fünf Mark im Monat musst du sparen, willst du einen Käfer fahren“ – Bonmots wie diesen bekamen die Besucher des sechsten von Spediteur Peter Brumlich und der Belegschaft von „Vogels Ballhaus“ organisierten Oldtimertreffens am Sonnabend en masse am Grimmaer Oberwerder zu hören. Doch der Absender, Peter Patz aus Zeithain, ist nicht nur ein Sprücheklopfer vor dem Herrn, sondern auch und vor allem ein profunder Kenner der deutschen Kraftfahrzeug- und Motorrad-Geschichte.

Ergo die ideale Besetzung für die Moderation eines Oldtimertreffens wie des vorgestrigen, an dem sich – neuer Rekord! – 205 Besitzer von mehr oder weniger betagten zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeugen beteiligten. „Ich kenne Peter sehr gut, in diesem Jahr hat es endlich mit seiner Verpflichtung für unsere Veranstaltung geklappt“, freute sich Hauptorganisator Peter Brumlich, der zu der bei strömendem Regen über die Bühne gegangenen Premiere vor fünf Jahren gerade einmal rund 40 Oldtimer-Liebhaber am Oberwerder hatte begrüßen können.

Bei einer Veranstaltung, deren Markenzeichen die Schnörkellosigkeit ist. „Wir verzichten bewusst auf Prämierungen und andere Programmpunkte, weil es unser Hauptanliegen ist, den Oldtimer-Fans eine Plattform zum Zusammenkommen und Fachsimpeln anzubieten“, so der 59-Jährige, der auch in diesem Jahr tatkräftig von der Stadt Grimma unterstützt wurde. Zum einen von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Jugendgruppe, zum anderen in der Person von Gästeführer Frank Ziegra, der gegenüber den Oldtimertreff-Besuchern im Rahmen von Stadtrundfahrten im betagten Setra-Bus jede Menge Geschichte und Geschichten rund um die Große Kreisstadt zum Besten gab.

Im Zusammenhang mit dem Thema Oldtimer war der Part des zwanglosen Plauderns bei Moderator Peter Patz in den allerbesten Händen. Ein 1927 in der Dresdener Tabakfabrik lediglich zwei Mal gebautes Dreirad namens „Universelle“ zeugte am Oberwerder zum einen von der Beharrlichkeit und zum anderen von den handwerklichen Fähigkeiten des 59-Jährigen. „Vier Jahre habe ich gebaggert, um dieses seltene und damals nur noch in Schrottform erhaltene Teil für ’ne

Einen Barkas Baujahr 1990 besitzt Lutz Gräser. „In der DDR war ein solches Fahrzeug ja unerschwinglich, weshalb ich gleich mit der Wiedervereinigung bei einem der 1952 mal gebauten Kleintransporter mit einem VW-Motor zugeschlagen habe“, so der 63-jährige Grimmaer, der den blauen Achtsitzer schwerpunktmäßig für Familienfahrten einsetzt. „Dann laden wir Großeltern und die Enkel ein und unternehmen Ausflüge“, verrät Gräser. Ohne Servolenkung, versteht sich. „Das urtümliche Fahren hat auch einen gewissen Reiz.“

Von Roger Dietze

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