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Grimma Rennsport im dritten Anlauf
Region Grimma Rennsport im dritten Anlauf
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05:00 13.04.2010
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Zwei Mal schon hatte Hinck in den vergangenen drei Jahren Anlauf genommen, in Naunhof Renntradition aufleben zu lassen. Zwei Mal ist er mit dem Vorhaben an der Straßenbehörde gescheitert. 2008 versagte ihm das Straßenverkehrsamt das Rennen in der Stadt mit der Begründung, dass der Kurs auf Bahnhofsstraße, Grimmaer Straße, Lange Straße und Markt nicht für hohe Geschwindigkeiten vorbereitet sei. In diesem Jahr war das Rennen ursprünglich für den 19. und 20. Juni angesetzt. Aber auch diesmal muss der Start ausfallen. Hinck: „Die Behörde hat mitgeteilt, dass auf bestimmten Abschnitten des geplanten Kurses die derzeitige Straßenbeschaffenheit ein Rennen nicht zuließen."

Bedauern hat das nicht nur bei Motorsportfreunden, sondern auch im Naunhofer Rathaus ausgelöst. Dort war man davon ausgegangen, dass in diesem Jahr das Wochenende am 19. und 20. Juni ganz im Zeichen des Sports stehen und viele, vor allem auch junge Besucher, an die Parthe ziehen könnte. Für den 19. Juni hatte sich auch der Verein Kushanku Dojo, der in diesem Jahr die Deutschen Meisterschaften im Karate austrägt, Naunhof als Veranstaltungsort auserwählt. Da das Motorradrennen von der Straßenbehörde aus Borna für dieses Jahr die Rote Karte bekommen hat, haben sich nun auch die Karatesportler mit den Deutschen Meisterschaften aus Naunhof zurückgezogen. Vereins-Chef Michael Schramm: „Wir wollten mit den Motorsportlern gemeinsam in Naunhof die Menschen in den sportlichen Bann ziehen. Das ist nun nicht mehr möglich. Die Deutschen Meisterschaften im Karate werden deshalb am 26. Juni in der Arena Leipzig stattfinden."

Für Hinrich Hinck indes bleibt Naunhof nach wie vor ein erstrebenswerter Start- und Zielort für den Motorradrennsport. Er will nun versuchen, das Rennen im kommenden Jahr nach Naunhof zu bringen. „2011 werden die German Road Racing Masters ausgetragen. Das Naunhofer Rennen könnte ein Teil dieser Meisterschaft werden. Da wären Fahrer aus ganz Europa am Start. Das ist eine Gelegenheit, die es nicht oft für eine Stadt gibt", meint Hinck, der jetzt einen neuen Kurs am Rande von Naunhof ins Auge fasst. „Ich hoffe, dass auf diese Weise auch die zuständige Landkreisbehörde ihre bisherigen Bedenken beiseite legen kann. Über weitere Voraussetzungen für grünes Licht im kommenden Jahr wird in den nächsten Monaten zu sprechen sein."

Hinck verweist auch darauf, dass der Motorsport in Naunhof, wo vor Jahrzehnten schon einmal Rennmotoren dröhnten, an sächsische Rennsportgeschichte anknüpft. „Wir würden mit dem Naunhofer Kurs auch für die ganze Region ein wichtiges Stück Tradition neu beleben", betont er.

Andreas Läbe

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