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Grimma Restholz verärgert Anwohner in Grimma-West
Region Grimma Restholz verärgert Anwohner in Grimma-West
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05:00 06.04.2011
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. Die wuchtigen Stämme hat der Bauhof abtransportiert. Liegen geblieben ist bis jetzt jedoch eine Menge Geäst, dass manche Anwohner offenbar massiv stört.

Durch und durch gereizt klang der Anruf, der letzte Woche die Redaktion dieser Zeitung erreichte: „Es sieht fürchterlich aus. Dieser Sauhaufen ist auf keinen Fall schön. So geht‘s nicht!", monierte Jürgen Zerche aus dem Grimmaer Westring angesichts der Situation, die sich den Mietern des Wohnkomplexes dort bietet und einigen offenbar den Kamm schwellen lässt. Was war geschehen?

Im Oktober 2010 setzte das Tiefbauamt eine große Pappelaktion in Gang, wie Wolfgang Schlick, Leiter des Grimmaer Bauhofs, erläutert. Dabei wurden in dem Waldstück in Grimma-West 200 Festmeter Pappelholz eingeschlagen, eine Art Verkehrssicherung: „Wir mussten da unbedingt Hand anlegen. Die Pappeln waren brüchig", führt Schlick näher aus. Die rund 30 Jahre alten Bäume hätten in ihrem maroden Zustand eine ernste Gefahr für die vorüberfahrenden Züge auf den nahe gelegenen Gleisen dargestellt, betont der Bauhofleiter weiter, daher die Rodung. Für seinen Teil gibt es an der Aktion jedoch nichts auszusetzen: „Das ist alles ordentlich geregelt worden."

Mit dem Fällen der Pappeln wurde die Waldwirtschaftsfirma Alexander Decker aus Zeithain beauftragt, um den Abtransport der Baumstümpfe kümmerte sich der Bauhof. Zurück blieb eine Menge Restholz, so etwa von den Pappeln geschlagenes Geäst.

Während manche Westring-Mieter nun von einer „Zumutung für die Bevölkerung" im Hinblick auf das herumliegende Holz sprechen, beurteilt Wolfgang Schlick die Lage entspannt: „In vier Wochen ist das alles grün, dann sieht man gar nichts mehr." Zudem würden die Pappeln in einem Zeitraum von zwei Jahren ohnehin zu Humus verfaulen. Zuletzt will Schlick heute noch einmal mit seiner Mannschaft ausrücken, um die Wiese von den Wäscheplätzen bis zum Waldrand von Ästen zu säubern, „sonst machen wir dort nichts mehr."

„Natürlich überdeckt Grün alles, aber es sieht schon ein bisschen wüst aus, wenn man aus dem dritten Stock auf das Wäldchen guckt", kommentiert Dietmar Kupfer aus dem Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Grimma, die im Westring Immobilien vermietet. Er wisse, dass die Restholz-Situation ein Thema für die Anwohner ist. Seine Genossenschaft habe darauf jedoch keinen Einfluss: „Das Wäldchen ist nicht unser Gelände, wir sind nur Nachbarn. So wie es jetzt aussieht, gefällt es uns allerdings gar nicht." Wie viele der Mieter sich tatsächlich von dem Gehölz gestört fühlen, ist unklar. Kupfer selbst räumt ein, dass sich die Rückmeldung bislang in Grenzen halte.

Felix Kretz

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