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Richtfest für ein umstrittenes Naunhofer Haus

Richtfest für ein umstrittenes Naunhofer Haus

Nun steht das Haus im Rohbau, um das so lange gestritten worden war. Am Mittwochnachmittag feierte Silke Wienzek mit ihren geladenen Gästen Richtfest an der Ecke Markt/Breite Gasse.

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Fertiger Rohbau: Silke Wienzek erhebt das Glas.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Im Oktober sollen die ersten Mieter einziehen. In dem Gebäude werde unter anderem die Raiffeisenbank Grimma ihr neues Domizil finden, verriet die Bauherrin. "Das Kreditinstitut will von der Langen Straße in den Neubau umziehen, die Lage ist einfach zentraler."

Platz für vier Geschäfte und zwei Wohnungen bietet die Immobilie, die moderner als die umgebende Bebauung aussehen wird. Bis auf einen Gewerberaum sei alles belegt, erklärte Wienzek. Und auch dafür hätte sie bereits einen Interessenten gehabt. Dieser sei aber in der Zwischenzeit abgesprungen, als klar wurde, dass sich das Genehmigungsverfahren enorm verzögert.

Mehrmals hatte die Naunhoferin im Vergabeausschuss und im Stadtrat Anlauf genommen. Doch ihr Ansinnen scheiterte, das marode Haus, das an der Marktecke einen Schandfleck darstellte, durch einen neuen Zweigeschosser zu ersetzen. Die Optik fiel durch, der Bauhausstil fand keinen Gefallen. "Außerdem geriet ich in den Bürgermeister-Wahlkampf. Es gab kein Interesse an dem Haus", blickt Wienzek auf die politischen Querelen zurück. Mehrfach musste sie den Entwurf umarbeiten, unter anderem eine Attika anbringen. Das Denkmalamt bestand auf eine vertikale Betonung, weshalb jetzt zwei Seiten aus Glasfassaden bestehen.

Eigentlich sollte das Haus schon im vergangenen Jahr fertiggestellt werden. Doch erst im November erteilte der Stadtrat sein Einverständnis. Bei 13 anwesenden Abgeordneten reichten vier Stimmen für die Mehrheit, weil nur ein Parlamentarier mit Nein stimmte und alle anderen sich enthielten.

Nun aber hat Wienzek allen Grund zur Freude. Sämtliche Behörden hätten dem Vorhaben zugestimmt, von den kommunalen bis hin zum Denkmalschutzamt und Bauordnungsamt des Landkreises. Nachbar Christian Günz, der sich zunächst gegen den Neubau gewendet hatte, weil er doppelt so groß ist wie das alte Haus und dadurch sein Garten im Schatten liegt, zeigt sich versöhnlich. "Jetzt ist das Gebäude hochgezogen, ich gehe nicht dagegen vor, es gibt keine Einsprüche von mir", versichert er. "Wenn die Dachanschlüsse meines Hauses erneuert werden, die zwangsläufig durch den Abriss in Mitleidenschaft gezogen worden sind, will ich zufrieden sein."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.07.2014
Pfeifer, Frank

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