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Grimma Ringelspiel um Gefallenendenkmal in Kaditzsch
Region Grimma Ringelspiel um Gefallenendenkmal in Kaditzsch
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16:06 09.01.2012

. Die Absicht besteht seit mehreren Jahren. Doch obwohl bereits eine Kostenschätzung vorliegt und das Vorhaben im Haushaltplan für 2011 stand, ist bisher nichts geschehen.

Die Stele aus rotem Porphyr in dem kleinen Park zwischen Teichstraße und Gartenweg in Kaditzsch wirkt traurig. Der Stein ist angegraut, verwittert, Namen und Inschriften sind nicht mehr zu lesen. „Wir reden nun schon lange über die Sanierung der beiden Kriegerdenkmale in Kaditzsch und Schkortitz", sagte Ortsvorsteher Gunter Hantschmann.

Das war auf einer Sitzung des Ortschaftsrates Höfgen vor knapp drei Jahren. Mittlerweile ist das Denkmal in Schkortitz schon im November 2009 mit einer neuen Platte mit weiteren Namen ergänzt worden, doch in Kaditzsch, wo das Vorhaben deutlich teuerer ist, passierte nichts. Was auch am unterschiedlichen Herangehen von Ortschaftsrat und Stadtverwaltung liegt.

Hans-Henning Ruhmer, Stadtratsabgeordneter aus Höfgen, erkundigte sich auf der jüngsten Stadtratssitzung im Dezember nach dem Stand der Dinge. Hochbauamtsleiterin Ute Hoppe informierte, dass es zwar ein erstes Angebot über rund 15 000 Euro gebe, der Stadtrat jedoch wolle, dass die Hälfte der Summe durch Spenden aufgebracht werde. Bevor die Spenden nicht auf dem Tisch lägen „kann ich die Eigenmittel nicht anfassen".

Tatsächlich standen im städtischen Haushaltplan für 2011 unter der Rubrik „Denkmalschutz und -pflege" zwei Positionen zum Kaditzscher Denkmal: 12 000 Euro Ausgaben für die Restaurierung und 6000 Euro Spenden als Einnahmen. Gegenüber LVZ bekräftigte Mitarbeiter Erhard Langnickel den Zusammenhang aus Sicht der Stadt: Das sei vergleichbar mit einer städtischen Investition, für die es Fördermittel gebe. Man dürfe nicht aktiv werden, bevor der Fördermittelbescheid auf dem Tisch liege. In diesem Sinne müssten hier erst die Spenden der Kaditzscher und Höfgener auf dem Tisch liegen, bevor die Stadt aktiv werde.

Ganz anders sieht das Ortsvorsteher Gunter Hantschmann. Der will nicht pauschal eine bestimmte Summe an Spenden einwerben, sondern erwartet von der Stadt, dass die mit den geplanten Eigenmitteln in Vorleistung geht. Erst müsse geklärt werden, wie gebaut werde, ob das Denkmal saniert wird oder ob es neu gebaut wird, fordert der Ortsvorsteher und sagt: „Das muss erst alles klar sein." In den Orten kümmere man sich darum, die Namen zusammenzutragen. „Wenn wir wissen, was gebaut wird, wissen wir, was es kostet." Dann könne man versuchen, die Finanzierungslücke über Spenden und Sponsoring zu schließen.

André Neumann

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