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Grimma Rittergut Trebsen kramt in der Urgeschichte
Region Grimma Rittergut Trebsen kramt in der Urgeschichte
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05:00 08.06.2018
Experimentelle Archäologie: Anhand eines authentisch nachgebauten Modells demonstriert Ronald Schröter im Rittergut Trebsen das prähistorische Bronzegießen. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen

Für ein außergewöhnliches Experiment zum prähistorischen Bronzegießen hatte der Förderverein Rittergut Trebsen eine Gruppe Studenten der Ur- und Frühgeschichte von der Universität Leipzig zu Gast. Dozent war aber kein Professor des Lehrstuhles, sondern Vereinsmitglied Ronald Schröter, ein Schmied mit Werkstatt am Rittergut und viel praktischem Wissen über die experimentelle Archäologie. Und mit Bernd Burkhard, einem studierten Archäologen, hatte Schröter einen weiteren fachkundigen Partner an seiner Seite.

Beide haben dafür ein authentisches Modell angefertigt, um damit das Bronzegießen rekonstruieren zu können. „Benötigt werden zwei Blasbälge aus gegerbtem Ziegenleder, eine durchlochte Astgabel als Rohrführung für die erzeugte Luft, eine handgetöpferte geknickte Düse in Form eines Auslaufhahnes, ein Schmelztiegel und natürlich Bronzegussformen“, erklärte Schröter das Modell. „Damit wurden damals Schmuck und Werkzeuge hergestellt, aber auch im weitesten Sinne Waffen, sofern es kriegerische Auseinandersetzungen gab.

Zum Beispiel im Tollensetal (Mecklenburg-Vorpommern), wo Gegenstände wie Sperr- und Pfeilspitzen aus der Bronzezeit gefunden worden“, sagte Schröter. Mit diesem Projekt möchte sich der Förderverein auch im Geopark Porphyrland etablieren. Denn ein enges Netzwerk verschiedener Geoparks stellt Verbindungen zum Geopark Kupferland in Österreich her, wo man mit dem Bronzeguss Anknüpfungspunkte finden kann und möchte.

Von Frank Schmidt

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