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Grimma Rodelberg als Marketingmaschine
Region Grimma Rodelberg als Marketingmaschine
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05:00 18.01.2010
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Grimma

Dort wurden die Schneemassen mit Hilfe eines Baggers zu einem großen Rodelberg geformt, auf dem sich Groß und Klein austobten.

Böse Zungen hatten behauptet, die Stadtverwaltung lasse den Schnee in der Innenstadt nur beräumen, um die Parkordnung wieder herzustellen, damit die Politessen wieder ihrem einträglichen Geschäft nachgehen könnten. Selbst wenn es so wäre, hätten die Initiatoren zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn neben dem relativ sicheren Knöllchengeld auf der einen Seite schufen sie einen mit nichts zu bezahlenden Winterspaß. „Reiner Gaudi – nur darauf kommt es uns an“, widersprach Oberbürgermeister Matthias Berger allen Unkenrufen, machte gar eine Rechnung auf. „Was uns der Aufwand an Technik und Arbeit gekostet hat, ist über die Knöllchen nicht zu decken.“ Ein Aufwand, der sich dennoch für die Muldestadt rechnet, wie Berger andeutete. „Diese Aktion ist in aller Munde. Überregional wird darüber in der Presse berichtet, und das Fernsehen will auch kommen. Wir haben damit eine Marketingmaschinerie in Bewegung gesetzt.“  

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Grimma. Mit einem Winterfest hat die Stadt Grimma aus der Schneemassen-Not besonders in den engen Straßen und Gassen der Altstadt eine Tugend gemacht. Schiere Unmengen der weißen Pracht karrte man raus aus der Stadt zum Broner Ring. Dort wurden die Schneemassen mit Hilfe eines Baggers zu einem großen Rodelberg geformt, auf dem sich Groß und Klein austobten.

Wir, das waren maßgeblich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die seit Mitte vergangener Woche an dem Rodelberg bauten. „Olympiaverdächtig“, staunte Detlef Voigt über den Hügel. Der hat es in sich – mit einer etwa 15 Meter langen Rodelbahn. Vor allem aber mit einem gut fünfzig Meter langen Eiskanal, der sich mit Wasser präpariert im großen Bogen um die Versorgungsstände zieht. Deren Betreiber, wie Ines Keller, hatten mit so einem Ansturm gar nicht gerechnet. „Der Glühwein reichte nicht.“ Was auch dem Umsatzdenken von Besuchern wie Frank Pastille zu verdanken war. „Ich weiß, die leckeren Kräppelchen setzen an. Aber die Organisatoren haben sich so viel Mühe gemacht, das sollte man mit etwas Umsatz belohnen.“

„Geil, cool, fetzig.“ Solche neuzeitlichen Wonnebekundungen von Kindern und Jugendlichen lobten die Rodelanlage. „Ich glaube, für mich fällt am Montag die Schule aus“, lachte vor Begeisterung Jan Vetter und bekam von seinem Kumpel Pascal Brauner Zustimmung. Indes hatte die kleine Viktoria Reiche Mühe, ihre Mutti Petra zu einer Rodelpartie zu überreden. „Mach nur“, sagte sie, „der Rodelhang ist für euch.“ Irrtum. Immer öfter sausten auch Eltern mit talwärts. Schlitten, Snowschalen und Hinternrutscher – alles was sich dafür eignete, war gerade gut genug. Und auf dem hohen Schneeberg nebenan reichte der bloße Hosenboden. Mit dem formte unter anderem Annabell Büchler sogar eine richtige steile Schneerutsche. Schade nur, dass mit Einbruch der Dunkelheit die meisten den Heimweg antraten. Viel zu zeitig, denn mit den von der Feuerwehr aufgestellten Fackeln wurde es richtig gemütlich - am Lagerfeuer bei Knüppelkuchen wie auch vereinzelt am Rodelhang.

Frank Schmidt

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