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Grimma Roter Ochse: Grimmaer Gewerbe-Immobilie wird keine Asyl-Unterkunft
Region Grimma Roter Ochse: Grimmaer Gewerbe-Immobilie wird keine Asyl-Unterkunft
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18:11 27.11.2015
Die Immobilie Roter Ochse im Gewerbepark von Grimma Süd wird keine Flüchtlingskunterkunft. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

Der Rote Ochse, das Gebäude 57 im Gewerbepark von Grimma Süd, gehörte nicht zu den Favoriten der Stadt Grimma, da sich unter anderem im Gebäude die Telefonkommunikationsanlage des Gewerbeparks befindet. Außderdem gab es starke Proteste aus der Bevölkerung und der dort eingemieteten Firmen. „Die Betreiberfirma hat das Projekt aufgegeben, da eine Baugenehmigung nicht zu erwarten ist“, sagte Matthias Berger. So hatte unter anderem die Brandschutzbehörde erhebliche Mängel festgestellt. Auch soll es keine Einigung über den Medienanschluss des Gebäudes gegeben haben.

Der Landkreis Leipzig wird die für am Freitag geplante Bürgerveranstaltung zur Unterbringung von Asylbewerbern in Grimma trotzdem durchführen. Die Veranstaltung beginnt 17 Uhr im Rathaussaal am Markt. Zur aktuellen Lage spricht Landrat Henry Graichen (CDU). Angesichts der hohen Zuweisungen von bis zu 800 Asylbewerbern im Dezember hat der Landkreis einen hohen Bedarf an Räumlichkeiten. Nach dem der Rote Ochse vom Tisch ist, ist nach wie vor das Massagelände im Gespräch.

Im Dezember erwartet der Landkreis 833 neue Flüchtlinge. Bis zum Jahresende werden 3367 Migranten im Landkreis leben. Zu Jahresbeginn waren es 1004. Die aktuellen Prognosen für Januar belaufen sich auf 784. In jedem Fall weit mehr als die bisherigen Vorhersagen. Der Kreistag hatte die Weichen zu Betreiberverträgen für Gemeinschaftsunterkünfte gestellt – in Borsdorf, Brandis, Regis-Breitingen, Naunhof und Borna bestehen solche Einrichtungen beziehungsweise sollen sie entstehen.

Von Cornelia Braun

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