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Runder Tisch zur Zukunft des Naunhofer Gymnasiums

Runder Tisch zur Zukunft des Naunhofer Gymnasiums

Konzepte, wie sich das Naunhofer Gymnasium retten lässt, sollen morgen in einer Sitzung besprochen werden, zu der Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), der Träger der Bildungsstätte (Da-Vinci-Campus Naunen gGmbH) und die Kommunalaufsicht des Landkreises zusammenkommen.

Naunhof. "Wir haben dazu eingeladen", sagte gestern Hans-Dieter Ulm, neuer Sprecher des Fördervereins der Bildungsstätte. Ziel sei es, nach der emotional geführten Diskussion im Stadtrat jetzt gemeinsam nach konstruktiven Lösungen für die finanziellen und vertraglichen Probleme zu suchen.

Der Verein selbst wird nicht mit am Tisch sitzen. "Wir müssen über Geld reden, und dafür bedarf es zunächst der Nichtöffentlichkeit", erklärte Zocher. Dafür zeigte Ulm in einer ersten Reaktion Verständnis. Mit seinem Verein will sich der Bürgermeister gesondert zusammensetzen.

"Unser erklärtes Ziel ist und bleibt natürlich der Erhalt und Ausbau des Freien Gymnasiums Naunhof. Aber das geht nur miteinander und nicht gegeneinander", erklärte Carlo Wenzel, Vorsitzender des Fördervereins. Um den Prozess der Lösungssuche mit Tatkraft und Fachwissen zu unterstützen, hätten Eltern und Förderverein am vergangenen Wochenende verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, unter anderem für die Pressearbeit und rechtliche Fragen. In diesen Gruppen würden fachkundige Mitglieder arbeiten. Bereits in wenigen Tagen werde eine eigene Website unter der Adresse www.FV-FGN.de die Aktivitäten abbilden.

Viele neue Mitglieder haben sich laut Ulm beim Förderverein angemeldet. Auch in der heimischen Wirtschaft würde zurzeit über eine Unterstützung des Gymnasiums diskutiert. So habe der Großpösnaer Unternehmer Olaf Kleinig geäußert: "Die Sorge um hochqualifizierten Nachwuchs ist angesichts der demografischen Prognosen zunehmend eine existenzielle Frage für uns."

Bürgermeister Zocher stellte wiederholt klar: "Mein Bemühen, das Gymnasium zu erhalten, ist nach wie vor ungebrochen. Aber so, wie es lief, wird es nicht weitergehen. Der erste Bauabschnitt ist nicht durchfinanziert, und der zweite in weiter Ferne." Er hoffe, in der kommenden Woche über belastbare Zahlen zu verfügen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2013

Pfeifer, Frank

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