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Grimma Russische Austauschschüler sind zu Gast in Grimma
Region Grimma Russische Austauschschüler sind zu Gast in Grimma
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17:38 09.11.2016
Teamarbeit: Im Rahmen eines Projektes trugen die Grimmaer Russisch-Gymnasiasten und ihre kasanischen Gäste Fotodokumente zur sowjetischen Garnisonszeit zusammen. Quelle: Foto: Roger Dietze
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Grimma/Kasan

Vom Bad Lausicker Freizeitbad Riff über Leipzig mit Stadtrundgang bis hin zu einem Ausflug in die Bundeshauptstadt Berlin samt einem Besuch von Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett und einer Führung durch den Bundestag: Das Programm des jüngsten deutsch-russischen Schüleraustausches zwischen dem Grimmaer Sankt Augustin-Gymnasium und dem Gymnasium Nr. 94 im russischen Kasan war einmal mehr prall gefüllt. Anfang des Jahres waren die Grimmaer Russisch-Gymnasiasten in der rund 800 Kilometer östlich von Moskau gelegenen Hauptstadt der Republik Tatarstan zu Gast. Nun, ein knappes dreiviertel Jahr später, folgte der Gegenbesuch, an dem drei Lehrerinnen und 16 Schülerinnen und Schüler der zehnten und elften Klassen teilnahmen. Neben Ausflügen und Städtetrips stand an den neun Tagen zudem Projektarbeit auf dem Plan. In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Grimma wurden Dokumente zum Thema „Grimma als sowjetische Garnison 1945-1993“ zusammengetragen, wobei der Grimmaer Fotograf Manfred Pippig unterstützend zur Seite stand.

Apropos Unterstützung: Zum wiederholten Mal steuerte der Augustiner-Verein einen finanziellen Beitrag zum Schüleraustausch bei. „Ohne das Sponsoring des Vereins sowie anderer Unterstützer wäre ein Programm in diesem Umfang nicht möglich“, berichtet Schüleraustausch-Organisator und Russischlehrer Michael Mühlner, der vor vier Jahren den Kontakt zu der russischen Bildungsstätte geknüpft hatte, nachdem eine langjährige Schulpartnerschaft mit einer Moskauer Schule nicht mehr fortgesetzt werden konnte. Und der Jahr für Jahr die Werbetrommel für die russische Sprache rührt, die neben Französisch und Latein als zweite Fremdsprache angeboten wird. „Ich sage den Eltern immer, dass Russland viel mehr ist als das, was man gemeinhin mit diesem Land verbindet. Und dass es im Unterricht um Sprache, Kultur, Traditionen und aktuelle Entwicklungen geht“, so Mühlner, dessen Werbestrategie für die russische Sprache bislang von Erfolg gekrönt war. Dabei sind die Gründe ganz unterschiedlicher Natur, warum von Fall zu Fall dem Russischen der Vorzug etwa vor dem Französischen gegeben wird. Die St. Augustin-Gymnasiastin Anja (16) aus Kleinbothen etwa betrachtet Russland als ein „großes Land mit entsprechend vielen Möglichkeiten“, und der Vincent (15) findet die französische Sprache weniger interessant. Interessantes bekamen hingegen die Kasaner Gymnasiasten beim jüngsten Schüleraustausch auch an zwei von den Gastfamilien organisierten „Tagen der Familien“ geboten, die traditionell zu einem vom St. Augustin organisierten Schüleraustausch gehören. „Wir haben sehr viele Eindrücke sammeln können, insgesamt war es ein schönes Programm“, fasste die russische Austauschschülerin Nastja die neun Tage zusammen.

Von Roger Dietze

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