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Grimma SPD erneuert Forderung nach Überholverbot für Lkw auf der A 14
Region Grimma SPD erneuert Forderung nach Überholverbot für Lkw auf der A 14
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00:30 17.03.2018
Der Blick in den Rückspiegel eines Autos zeigt zwei Sattelzüge beim Überholen. Quelle: dpa
Landkreis Leipzig/Grimma

Auf der A 14 ein häufiges Bild: Pkw müssen auf die Eisen gehen, weil sich Schwerlaster gerade mal wieder ein Elefantenrennen liefern. Seit Jahren gibt es deshalb auf der Autobahn zwischen dem Dreieck Parthenaue und Nossen immer wieder schwere Unfälle, die auch die Retter an ihre Grenzen bringen.

Wirtschaftsministerium prognostiziert weiteren Anstieg

Vor dem Hintergrund eines weiteren Anstiegs des Lkw-Verkehrs auf der Trasse hat die Grimmaer SPD ihre Forderung nach einem Überholverbot für Laster erneuert. Offizielle Daten aus dem sächsischen Wirtschaftsministerium würden einen weiteren Anstieg des Schwerlastverkehrs verheißen, so der Grimmaer SPD-Chef Ingo Runge. Zwischen Klinga und Grimma liegt der Anteil schon jetzt bei rund 20 Prozent. Jedes fünfte Fahrzeug ist damit schon heute ein Laster. Tendenz steigend.

Intelligente Lösungen statt kostenintensiver Trassenausbau

Ausgehend von dieser Erkenntnis hatten die Grimmaer zur Diskussion mit den SPD-Landtagsabgeordneten Volkmar Winkler und Thomas Baum geladen. „Im Ergebnis bleibt der Wunsch, keine weiteren Millionen in Beton für einen sechsspurigen Ausbau der A14 auszugeben, sondern vielmehr intelligente, zukunftsorientierte Lösungen anzustreben“, so Runge. „Dass auch der ADAC nun ähnliche Ansätze fordert, zeigt, wie drängend das Problem ist“, bezieht sich der Grimmaer auf die Position des Automobilclubs, dessen Vorstandsmitglied Helmut Büschke sich zu Wochenbeginn in der LVZ für ein Brummi-Überholverbot ausgesprochen hatte. Runge hofft, hinter der Forderung der Grimmaer SPD nach einem sofortigen Überholverbot zwischen den Dreiecken Parthenaue und Nossen möglichst viele Kommunen versammeln zu können.

Dynamisches Leitsystem zwischen Parthenaue und Mutzschen

Eine weitere Forderung betrifft die Verkehrssteuerung. „Auf dem besonders kritischen Abschnitt zwischen dem Dreieck Parthenaue und der Anschlussstelle Mutzschen muss ein dynamisches Verkehrsleitsystem installiert werden“, verkündet der Lokalpolitiker weiter. Um für Autofahrer und Güterverkehr Alternativen zu schaffen, müsse zudem der öffentliche Personennahverkehr und die Schiene weiter gestärkt werden.

Auffahrunfall-Gefahr am Stauende würde minimiert

Freilich bringt alles nichts ohne die Möglichkeit von Sanktionen. „Schilder sind schnell aufgestellt, ein Überholverbot hilft natürlich nur dann, wenn es schlussendlich auch durchgesetzt wird“, sieht Runge die Behörden in der Pflicht. Ein dynamisches Verkehrsleitsystem sei ein mittelfristiges Ziel, ein solches System ermögliche es durch Anpassungen an der Geschwindigkeitsbegrenzung, in Echtzeit auf Staus zu reagieren und den Verkehrsfluss zu optimieren. „Die Gefahr von Auffahrunfällen an Stauenden könnte auf diese Weise deutlich reduziert werden“, zeigt der SPD-Ortsverein einen weiteren Weg auf, die durch den Landkreis verlaufende Trasse sicherer zu machen.

Von Simone Prenzel

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