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Grimma SV Hohnstädt fordert Besucher zu Knochenmark-Spende auf
Region Grimma SV Hohnstädt fordert Besucher zu Knochenmark-Spende auf
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16:07 22.05.2018
Karin Pezold, Ingrid Graser und Roswitha Noack (von links) aus der Gymnastikabteilung hielten am Sonnabend die Stellung am Kuchen-Stand. Quelle: Roger Dietze
Hohnstädt

Party machen und dabei zugleich diejenigen im Blick haben, denen danach aus gesundheitlichen Gründen gerade nicht zumute ist: Der Hohnstädter SV übte am Sonnabend erfolgreich diesen Spagat. Parallel zum traditionellen Pfingstfestes lief unter dem Motto „Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!“ eine Typisierungsaktion der Deutschen Knochenmark-Spenderdatei.

Fußball-Chef ergreift die Initiative

Initiiert hatte sie der Abteilungsleiter Fußball, Markus Fischer. „Da wird davon in unserem Verein persönlich betroffen sind, habe ich via Facebook ähnliche Aktivitäten anderer Vereine verfolgt und dann Kontakt mit der Spenderdatei aufgenommen“, so der 31-Jährige. Zwischen einem offenen Tandem-Kegel-Turnier, bei dem ein aktiver mit einem nicht aktiven Kegler um den begehrten Wanderpokal kämpften, und einem Fußball-Turnier auf dem Kleinfeld, zwischen der Einnahme von Gegrilltem und anderen festen wie flüssigen Gaumenfreuden konnten die Hohnstädter Pfingstgäste vorgestern einen kurzen Abstecher ins Festzelt machen, um sich dort eine Speichelprobe entnehmen zu lassen.

Dort sorgten dann am Abend „The Romjaks“ für den musikalischen Höhepunkt des diesjährigen Hohnstädter Pfingstfestes, das sportlich ganz im Zeichen des dritten Aufstiegs der Hohnstädter Kegel-Damen in die 2. Kegel-Bundesliga stand.

Fußballer und Kegler sind die Stützen des Vereins

Die hohe Wertschätzung, die dem altehrwürdigen Sport im Grimmaer Ortsteil zuteil wird, spiegelt sich auch in den Mitgliederzahlen wider. „Nach den Fußballern bilden die Kegler mit aktuell 135 Männern, Frauen und Kindern die zweitstärkste Abteilung in unserem Verein“, berichtet Vereins-Vize Wolfgang Scheufler. Ein Selbstläufer indes sei diese positive Entwicklung, die der auf Bundesebene entgegen laufe, nicht. „Wir kooperieren vielmehr kontinuierlich mit Schulen und anderen Vereinen und bieten Keglern, die in ihren Vereinen keine Spielmöglichkeit haben, einen Einsatz in unseren Mannschaften an“, so Scheufler, in dessen Verein auch die Abteilungen Volleyball, Gymnastik und Fußball vertreten sind. Während der Altersdurchschnitt in der Gymnastik-Abteilung recht hoch ist und Nachwuchs entsprechend gern gesehen werde, boomt beim Fußball die Nachfrage. „Mit 200 Mitgliedern haben wir den höchsten Stand bei den Mitgliederzahlen seit der Wiedervereinigung erreicht“, berichtet Abteilungsleiter Markus Fischer. Insbesondere in der E- und F-Jugend gebe in der jüngsten Vergangenheit einen enormen Zulauf, was den Verein andererseits vor einige Probleme stelle. „Uns fehlen die Übungsleiter im Nachwuchsbereich“, so Fischer weiter.

Von Roger Dietze

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