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Grimma Sachsens Lese-Sieger in Naunhof ermittelt
Region Grimma Sachsens Lese-Sieger in Naunhof ermittelt
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05:00 23.05.2011
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Worin wohl mag das Geheimnis einer Top-Leseleistung liegen? Nach dem vergangenen Sonnabend dürften sich diejenigen bestätigt sehen, die dem Fernseher respektive der Intensität, mit der dieser genutzt oder eben auch nicht genutzt wird, zumindest einen nicht unbeträchtlichen Einfluss beimessen.

Denn im Haus des zwölfjährigen Johann Freitag, der in Naunhof in der Gruppe der Mittelschüler die Jury zu überzeugen wusste und nun neben dem Dresdener Gymnasiasten Johannes Scheidweiler Sachsen in Frankfurt vertreten wird, existiert kein solcher. „Wir hören sehr viel Radio, ansonsten spielt bei uns das Buch eine ganz wichtige Rolle", so die stolze Mutter Heike Freitag, deren Sohn die Nachbarschaftsschule in Leipzig besucht.

Keine minder wichtige Rolle dürfte das Buch im Leben auch der übrigen zehn Teilnehmer des Landesentscheides spielen. Denn um bis nach Naunhof zu gelangen, mussten diese im Rahmen von Schul-, Städte-, Kreis- und Bezirksausscheiden die Mitglieder diverser Jurys von ihren Lesequalitäten überzeugen.

Zum mittlerweile 52. Mal fand der Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels statt. In diesem Jahr beteiligten sich am größten Leseförderungswettbewerb der Republik insgesamt 700 000 Kinder aus den sechsten Klassen der Mittelschulen und Gymnasien.

Dass die Vertreter Sachsens beim großen Finale in der hessischen Finanzmetropole ausgerechnet in Naunhof ermittelt worden sind, ist laut Regine Lemke kein Zufall. „Wir haben die Stadt ausgewählt, weil sie zum einen eine engagierte Leseförderung betreibt und zum anderen bereits seit 20 Jahren Kreisausscheide mit hoher Qualität durchführt", so die Geschäftsführerin des mitteldeutschen Landesverbandes des Börsenvereins, die den deutschen Schülerinnen und Schülern insgesamt gute Leseleistungen attestiert. „Aus diesem Wettbewerb sind sogar schon einige Jugendliche als Sieger hervor gegangen, die später beruflich erfolgreich als Sprecher in Funk und Fernsehen tätig geworden sind."

Dabei vermochte nicht einmal der Umstand, dass beim Naunhofer Lese-Halbfinale kein Vertreter aus dem Muldental respektive dem Landkreis Leipzig mehr in den Wettbewerb eingreifen konnte, die gute Laune von Stadtbibliotheksleiterin Stefanie Teichmann zu trüben. „Ich denke, dass es eine große Ehre und eine große Auszeichnung für die Stadt ist, diesen Landesentscheid ausrichten zu dürfen, zumal wir erst vor zwei Jahren eine Muldentalerin ins Bundesfinale schicken konnten", so Teichmann.

Roger Dietze

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