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Grimma Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: Grimmaer Verein räumt ab
Region Grimma Sächsische Fototage auf Schloss Colditz: Grimmaer Verein räumt ab
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16:46 31.10.2016
Höhepunkt des Sonnabendprogrammes der Sächsischen Fototage war die Feuershow von „Seelenbrand“ in der Klosterkirche Grimma. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Colditz

Zum mittlerweile 16. Mal hat der Kunst- und Fotoverein Grimma die „Sächsischen Fototage“ auf Schloss Colditz ausgetragen. 18 Fotoclubs legten der dreiköpfigen Jury 360 Fotos zur Begutachtung und Bewertung vor. „Für einen rein sächsischen Foto-Wettbewerb, bei dem jeder teilnehmende Fotoclub nur genau 20 Fotos einreichen darf, ist das eine sehr hohe Teilnehmerzahl“, freut sich der Grimmaer Clubleiter Thomas Kube, dessen Verein nicht nur in der Kategorie „Beste Kollektion“ triumphierte, sondern auch in der Kategorie „Bestes Einzelfoto“ groß abräumte.

An erster Stelle steht Kube selbst, dessen Porträt „100 Jahre alt“ von einer in einem Muldentaler Pflegeheim lebenden Seniorin auf den ersten Platz gewählt wurde. Auf dem zweiten Platz folgt Kubes Vereinskollegin Sylvia Jassmann mit der Ablichtung eines unter einer Bettdecke lesenden Kindes. Ein Erfolg, der für die 54-Jährige ein wenig überraschend kam. „Ich hätte es nicht unbedingt erwartet, wenngleich ich das Foto persönlich sehr mag“, so Sylvia Jassmann, die sich nach eigener Aussage seit 13 Jahren ernsthaft mit der Fotografie beschäftigt und seitdem auch dem Grimmaer Verein angehört.

Auf die Frage, was für sie ein gutes Foto ausmacht, muss sie nicht lange zögern. „Es sollte auf jeden Fall eine Aussage beinhalten und dazu möglichst eine gute Lichtführung aufweisen.“ Aspekte, die sicherlich auch die Jury, der neben einem Chemnitzer und einem polnischen Fotografen auch die Grimmaer Fotografin Barbara Dietel angehörte, in ihre Bewertung hat einfließen lassen. Dritter im Bunde der heimischen Preisträger ist der Colditzer André Heidner. Er gewann in der Kategorie „Digiart“ mit seinem außergewöhnlichen Foto „Klimawandel“. Es zeigt ein altes Hallenbad, in dem geschmolzenes Meereswasser in den Fenstern eindringt. Im Schwimmbecken tummeln sich Eisbären, Möwen und Pinguine.

Insgesamt 360 Fotos waren eingereicht worden, die zum einen frei gewählte und zum anderen die drei vorgegebenen Pflicht-Themen „Chaos“, „Porträt“ und „Digiart“ – am PC zusammengesetzte Fotos – zum Inhalt hatten.

Den Fotowettbewerb flankierend, hatte der Grimmaer Verein einmal mehr für ein abwechslungsreiches Programm gesorgt – mit einer Feuershow in der Klosterkirche Grimma sowie dem Besuch der extra um das Wochenende verlängerten Helmut-Drechsler-Ausstellung auf Schloss Colditz. Der Stadtname Colditz ist zwar mittlerweile aus dem Titel der in den 70er Jahren von Gerhard Weber ins Leben gerufenen Fototage gewichen („Colditzer Farbdiatage“), der Stadt die Treue gehalten hat der Kunst- und Fotoverein jedoch über all die Jahre hinweg. „Schloss Colditz ist ein fantastischer Gastgeber und eignet sich hervorragend für Workshops“, so Thomas Kube.

Über dessen Organisationstalent fand der Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen innerhalb des Deutschen Verbandes für Fotografie lobende Worte. „Thomas Kube steht voll hinter der Veranstaltung, und das merkt man ihr an“, so Christian Scholz, der von einem positiven Trend in der sächsischen Fotoszene zu berichten weiß. „An einem unserer wichtigsten Wettbewerbe, dem sich über zwei Jahre erstreckenden ‚Mappenfoto-Wettbewerb’, haben sich in der Runde 2016 bis 2018 mit 26 Fotoclubs so viele wie noch nie beteiligt.“

Von Roger Dietze

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