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Grimma Saftiges für Gaumen und Ohren beim Naunhofer Quetschfest
Region Grimma Saftiges für Gaumen und Ohren beim Naunhofer Quetschfest
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15:30 19.05.2015

Nicht zu verwechseln mit den Zwetschgen, also der Sorte der Pflaume, die zum Herbstobst gehört wie eben auch und ganz besonders die Äpfel, um die sich das Fest hauptsächlich drehte. Die sind nicht nur als Frischobst über den Ladentisch gegangen. Gut eine halbe Tonne davon ist zu frischem Apfelsaft gepresst worden. Aber auch mit dem "Ausquetschen" dieser Frucht habe der Name des Festes nur sekundär etwas gemein. "Im Untertitel heißt es ja auch Obst- und Kommodenquetschfest", erklärte Veranstalter Heiko Guter augenzwinkernd. Was jedoch der Affinität des Hauses entsprach, denn das Bandoneon als gemeinhin bekannte Quetschkommode war auf diesem Fest nicht zu überhören.

Um es auf einen Nenner zubringen, sind hier das Erntedankfest und weitere musikalische Angebote ineinander verschmolzen. Was wohl wie ein Magnet auf die Besuchermassen gewirkt haben muss, denn die Stände und Buden sowie Spiel- und Bastelecken waren dicht umlagert. Wer das nun philosophisch bewerten wollte, konnte das mit einem an die Tafel geschriebenen Spruch von Ludwig Börne vollenden. "Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in seiner Aussaat." Darüber musste Jens Altner nicht lange nachdenken. "Das drückt bestens den Charakter dieses Festes aus, das sich von anderen Herbst- Kürbis- oder Erntefesten deutlich unterscheidet", lobte er das von ihm und seiner Familie im Kranwerk Erlebte.

Besonders Kinder hatten leichtes Spiel, sich die Zeit zu vertreiben. Beispielsweise mit herbstlichen Basteleien, bei denen sowieso nur Naturprodukte wie Kastanie, Eichel und Co. zum Einsatz kamen. Oder auch an den alternativ hergestellten Spiel- und Klettergeräten, wo zuweilen sogar Schlangestehen angesagt war. "Wenn es nach mir geht", so bemerkte Jana Sander, "könnte ich den Kindern den ganzen Tag so zuschauen." Freilich, wenn man wie sie in den am Boden liegenden Sitzkissen lümmelt, kann man das nachvollziehen. Nur ein frommer Wunsch für Timo Matthes und Paul Findeisen. Sie standen an der Obstpresse und quetschten, was das Zeug hielt. "Hier gehen bis zu 30 Kilogramm auf einmal rein. Und am Anfang ist es auch recht leicht zu drehen. Aber zum Ende hin wird es schwerer", erklärte Matthes, der deshalb einen längeren Hebel nahm. Wem das Endprodukt zu herb war, der konnte erstmals Nerchauer Öko-Bier genießen. Denn dafür fand hochoffiziell ein Fassbieranstich für Schwarzbier und Pils statt.

Fürs Auge hatte Katrin Funke etwas zu bieten. Sie präsentierte sich mit Obst- und Gemüseschnitzereien. Und wie könnte es im Herbst anders sein, mit Kürbissen. "Leider ein vergängliches Hobby, dem ich mich da verschrieben habe, denn die Kunstwerke sind in ihrem Ursprung alle Naturprodukte", bedauerte die junge und kreative Frau aus Großpösna, die im richtigen Leben im Mahnwesen arbeitet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.10.2013
Schmidt, Frank

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