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Saisonstart auf der Mulde: Mit der MS Katharina von Bora von Grimma nach Nimbschen

Tourismus Saisonstart auf der Mulde: Mit der MS Katharina von Bora von Grimma nach Nimbschen

Winter adé: Zum ersten Mal in diesem Jahr legte die MS „Katharina von Bora“ vom Grimmaer Anleger ab und fuhr auf der Mulde nach Nimbschen und wieder zurück. Schiffsführer Rainer Wolf hatte sich angesichts der frühlingshaften Temperaturen auf einen großen Ansturm eingerichtet. Auch das Höfgener Semmelweib ging auf ihren ersten kulinarischen Dorfrundgang.

Wohlbekömmlich und informativ: Heike Raubold alias „Das Semmelweib“ lud zum ersten kulinarischen Dorfrundgang ein.

Quelle: Roger Dietze

Grimma/Höfgen. „Stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel“: Wünsche dieser Art werden in den kommenden Wochen sicher des Öfteren an Rainer Wolf herangetragen. Denn der Schiffsführer der Muldeschifffahrt legte am Sonnabend zum ersten Mal nach dem Winter wieder mit der „MS Katharina von Bora“ vom Grimmaer Anleger ab. Die Strecke führte nach Nimbschen und retour und wurde bis zum frühen Abend mehrfach wiederholt. Insgesamt 60 Personen finden auf der 1994 in Dienst gestellten MS Katharina von Bora Platz.

„In Anbetracht der Wetterprognose hatten wir uns für einen großen Ansturm gewappnet“, so Wolf. „Bereits in der vergangenen Woche sind bei uns zahlreiche Anrufe mit dem Wunsch eingegangen, die Saison eher zu beginnen. Aber das war leider nicht möglich, weil das Schiff zum einen noch nicht im Wasser lag und zum anderen das Getriebe nicht montiert war“, erläutert der Grimmaer Schiffsführer.

Während der Wintermonate sei das Schiff nun generalüberholt, mit neuen Anstrichen versehen und der Holzboden erneuert worden. Arbeiten, die zum Saisonstart am Sonnabend auch von Karola Müller und ihrem Mann Gerhard registriert wurden. Sie sind nach eigener Aussage Stammgäste der Muldeschifffahrt. „Wir fahren die Tour bis zu fünfmal im Jahr“, berichtet die Ammelshainerin, die mit ihren drei Enkeln aus Leipzig an Bord gegangen war. „Für sie ist unsere ländliche Idylle eine willkommene Abwechslung zum Leben in der Großstadt“, meint die 73-Jährige. Was ihre Enkelin Pauline bestätigte. „Die Stadt hat sicher Vorteile für Jugendliche, aber manchmal nervt der Krach gewaltig“, findet die Zwölfjährige.

Weit weg von der Geräuschkulisse einer Großstadt machte am Sonnabend auch das Höfgener Semmelweib Heike Raubold ihre Gäste des ersten kulinarischen Dorfrundgangs mit den Schön- und historischen Besonderheiten des Grimmaer Ortsteiles vertraut. Unterwegs bekamen sie regionale Säfte gereicht, konnten vom legendären Augustiner-Tropfen probieren und einen Blick in die Höfgener Wassermühle werfen. Der Betreiberverein hatte in das technische Denkmal zu seinem ersten Backtag des Jahres eingeladen. Insgesamt wurden 60 Pfund und zehn große Brote im historischen Steinbackofen gebacken, die sich einer großen Nachfrage erfreuten. Ausflügler, die nicht zum Broterwerb gekommen sind, seien auf die nächsten Backtage am jeweils ersten Sonnabend im Monat verwiesen.

„Außerdem werfen wir unseren Backofen zu besonderen Anlässen wie am Karsonnabend, am Pfingstmontag, am Deutschen Mühlentag am 5. Juni oder am Handwerkermarkt-Wochenende 23. und 24. September an“, macht Vorstandsmitglied Michael Hofmann Werbung in eigener Sache. Auf die Annahme von Bestellungen würde man dabei bewusst verzichten. „Wir sind keine Lohn-, sondern eine Schaubäckerei, die Angebote für Ausflügler und Touristen unterbreitet.“ Am besten bei strahlendem Sonnenschein wie am vergangenen Sonnabend. „Wir hatten zum Saisonstart zwar noch nie wirklich schlechtes Wetter, aber die heutigen Temperaturen sind rekordverdächtig“, so Michael Hofmann.

Von Roger Dietze

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Postleitzahl: 04668

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Stadtverwaltung: Markt 16/17, 04668 Grimma

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