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Grimma Sanierung der Hängebrücke zieht sich hin - Berger macht Druck
Region Grimma Sanierung der Hängebrücke zieht sich hin - Berger macht Druck
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14:27 19.05.2015
In Christo-Manier verhüllt: Am einstigen Postkartenmotiv, der Hängebrücke mit der Gattersburg, wird gearbeitet, um die Flutschäden zu beseitigen. Quelle: Frank Schmidt

Die Kosten dafür sind mit gut 500 000 Euro über Fördermittel gedeckt. Und seit Anfang des Jahres wird an der nach städtischen Angaben längsten Tragseilbrücke im Freistaat gearbeitet. Optisch bestens zu erkennen an der nach Christo-Manier verhüllten Brückenkonstruktion.

Allerdings kann dieses etwas andere Kunstwerk nicht wirklich verbergen, dass allzu oft Funkstille herrscht auf der Baustelle. Was insofern verwundert, will doch die Stadt zum Landesmusikfest seinen Besuchern die Hängebrücke in neuem Glanz präsentieren. Um dieses Ziel zu erreichen, sah sich Oberbürgermeister Matthias Berger, der beinahe täglich auf der Baustelle ist, genötigt, den Verantwortlichen der Brückensanierung den Marsch zu blasen. Ihm erscheint es unverständlich, "dass der Winter, der eigentlich keiner war", so das Stadtoberhaupt, nicht effektiver genutzt wurde. Er machte deutlich, am geplanten Termin der Neueinweihung am 30. Mai festhalten zu wollen. Aber ungeachtet dieser Tatsache, so heißt es aus dem Rathaus, führen zudem hauptsächlich Genehmigungsprobleme bei der Denkmalpflege zum Bauverzug, "aus denen sich auch Verzögerungen in der Projektbereitstellung für die Stahlbauarbeiten ergeben haben."

Derweil informierte Leo Porsch vom Tiefbauamt in Grimma über den derzeitigen Stand. Demnach konnte die Fundamentstabilisierung auf der Stadtwaldseite abgeschlossen werden. Ebenso sind die Fundamente für die Zugseilsicherung mit einer Spritzbetonschicht saniert worden. Unter der Brücke hat man an den Fundamenten Wasserbaustein verschüttet und oben konnte der Weg zwischen Hängebrücke und Spannseil-Fundament auf der Stadtwaldseite gepflastert werden. Insofern ist das Bauwerk wieder zugänglich, jedoch noch nicht passierbar, weil der Holzbohlenbelag zwecks Erneuerung komplett entfernt worden ist. Was zwar auch notwendig ist, doch angesichts der komplizierten Stahlbauarbeiten am gesamten Brückenbauwerk eher Kosmetik sein dürfte. Momentan laufen die Stahlbauarbeiten zur Ausbesserung des Geländers. Dafür sind Sandstrahlarbeiten und Farbbeschichtungen notwendig. Ob die Sanierung tatsächlich bis zum Landesmusikfest abgeschlossen ist, dazu wollte sich keiner im Rathaus zu weit über das Brückengeländer hinauslehnen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2015
Frank Schmidt

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