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Grimma Sanierung perfekt: Brücke lässt Spaziergänger nicht länger hängen
Region Grimma Sanierung perfekt: Brücke lässt Spaziergänger nicht länger hängen
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00:34 14.06.2015
Die Hängebrücke verbindet wieder den Stadtwald mit der Stadtseite, auf der auch die Gattersburg steht. Die zahlreichen Besucher der Einweihung testeten gestern die sanierte Muldequerung, die mit einer Spannweite von 80 Metern zugleich die längste Tragseilbrücke Sachsens ist. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma

Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 800 000 Euro und sind zu 100 Prozent aus dem Fördertopf für Fluthilfe geflossen.

Noch vor gut vier Wochen hätte selbst Oberbürgermeister Matthias Berger nicht wirklich darauf wetten wollen, dass die Hängebrücke bis zum Landesmusikfest an diesem Wochenende wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird. Denn trotz des milden Winters stockten die Bauarbeiten. Weshalb das Stadtoberhaupt regelmäßig bei den Bauleuten auf der Matte stand, um Druck zu machen. Aber nach einer ersten Überquerung des Bauwerkes gestern relativierte er seinen gelegentlichen Ärger über den Bauverzug. "Damit ist das gleich nach der Flut anvisierte Ziel erfüllt, in zwei Jahren den Wiederaufbau von Grimma zu schaffen. Die Hängebrücke ist das letzte Teil im Aufbaupuzzel gewesen", klopfte Berger zunächst all den Fluthelfern und Unterstützern sowie Geldgebern und Baubetrieben anerkennend auf die Schultern - und dann auch sich selbst stolz auf die Brust.

"Ich bin sehr dankbar dafür", sagte Anneliese Hromeck, die zwar nicht in Grimma wohnt, jedoch in der Nähe einen Gartenbungalow hat und mit ihrem Besuch zu den regelmäßigen Spaziergängern im Stadtwald gehört. "Nun ist der Rundweg über die Pöppelmannbrücke und Hängebrücke wieder geschlossen", fügte die Seniorin erfreut an. Überhaupt, so Berger weiter, "ist die Hängebrücke für das dahinter liegende Radwegenetz und damit für den Tourismus in der Region von großer Bedeutung." Zu verdanken sei das unter anderem auch Veronika Lowke, Referentin im Sächsischen Landkreistag. "Ach was, ich habe im Wiederaufbaustab in Dresden nur den Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur koordiniert und bei der Antragstellung Hilfe gegeben." Allerdings kannte sie die Hängebrücke bisher nur vom Hörensagen im Zuge ihrer Arbeit oder eben von den schon erwähnten Postkartenansichten. "Heute sehe ich die Hängebrücke das erste Mal wahrhaftig vor mir", sagte auch sie sichtlich erfreut.

Jeder kennt die Diskussion darüber, die Hängebrücke so weit höher zu hängen, dass ihr neuerliche Fluten nicht schaden können. "Dann hätte man die ganze Konstruktion um 1,07 Meter höher bauen müssen. Aber dann wäre ein neues Planfeststellungsverfahren notwendig geworden, was vermutlich viele Jahre dauern würde", erklärte Oberbürgermeister Berger die Hintergründe. So habe man sich darauf konzentriert, auf der Stadtwaldseite das Fundament zu erneuern, weil das den Belastungen nicht standgehalten hatte. "Wir haben uns für die kostengünstigste Variante entschieden, in der Hoffnung, die Brücke hält die nächsten 50 Jahre", sagte Berger abschließend.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.06.2015
Frank Schmidt

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