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Grimma Sauber hingekriegt: Kehrmaschinen rollen von Grimma aus in die ganze Welt
Region Grimma Sauber hingekriegt: Kehrmaschinen rollen von Grimma aus in die ganze Welt
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00:18 22.05.2017
Die Faun Viatec GmbH baut in Grimma Kehrmaschinen und exportiert sie in viele Länder. Hier arbeiten Sven Silbermann (re.) und Andy Heidel an einem Sonderauftrag für Luxemburg. Quelle: Thomas Kube
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Grimma

300 Kehrmaschinen verlassen jährlich die Produktionshallen der Faun Viatec GmbH in der Grimmaer Bahnhofstraße. Weltweit halten die Fahrzeuge die Straßen sauber. Am heutigen Sonnabend nun wird die Erfolgsgeschichte des Unternehmens im Blickpunkt stehen, wenn es mit seinen Mitarbeitern ein Jubiläum feiert. Denn die Geburtsstunde reicht ins Jahr 1992. Vor 25 Jahren war die junge Firma ein Mieter der ersten Stunde in den Hallen des einstigen Chemieanlagenbau-Kombinates in Grimma.

Die Mitarbeiter-Familien erwartet am Sonnabend ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Dabei werden auch jene Kollegen geehrt, die von Anfang an bei der Faun Viatec beschäftigt sind. Zudem steht eine Spendenbox für die Küken des VVG Grimma bereit. Neben Geschäftsführer Helmut Schmeh haben sich Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger und Patrick Hermanspann von der Ceo Faun Gruppe als Redner angesagt.

1992 mietete sich die Firma im Gebäude 7.3 ein und eröffnete in den neuen Bundesländern eine Produktionsstätte mit Servicestützpunkt für Nassfahrzeuge. „Damals firmierte das Unternehmen noch unter Faun Müller Umwelttechnik GmbH. Begonnen hat man mit einem Team von 30 Kollegen, von denen noch viele mit an Bord sind“, berichtet Claudia Schaue, Unternehmenssprecherin der Faun Umwelttechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Osterholz-Scharmbeck. Bereits vier Jahre später seien die Grimmaer ins kehrende Geschäft eingestiegen und montierten Kehrmaschinen-Bausätze in den Hallen. Dann entschloss sich die Unternehmensführung, an der Mulde eigene Entwicklungen voranzutreiben. Kehrmaschinen seien der Faun-Gruppe aus der Firmenhistorie heraus nicht fremd gewesen, so Schaue, und so sei eine eigene Konstruktionsabteilung ins Leben gerufen worden. 1998 sei die erste, in Eigenregie konstruierte Kehrmaschine aus der Halle gefahren.

Die Nachfrage und Vielfalt der Maschinen sei in der Folge derart gestiegen, dass das Team 2007 umzog und im Gebäude 48.2-48.4 auf 5000 Quadratmeter eine neue Produktionsstätte in Besitz nahm. „Heute sind die Kehrmaschinenbauer von der Mulde ein wahrer Hidden Champion“, betont Schaue. Der englische Begriff lässt sich mit unbekannter Weltmarktführer übersetzen. 130 Mitarbeiter sind in Grimma tätig.

Faun Viatec hat sich laut Schaue zum Spezialisten in der Branche entwickelt und zählt zum führenden Anbieter in Europa. Die Produktpalette reicht von kleinen vier-Kubikmeter-Kehrmaschinen für Innenstädte bis zu großen Zwölf-Kubikmeter-Fahrzeugen auf Dreiachsfahrgestellen oder Spezialfahrzeugen, die bei der Pflege von Start- und Landebahnen ihre Kreise ziehen. „Entwicklung und Forschung werden groß geschrieben“, bekräftigt Schaue. Neuentwicklungen der letzten Jahre waren beispielsweise eine Filter-Kehrmaschine zur Feinstaubreduzierung in den Städten und ein hydraulischer Antrieb zur Emissionseinsparung.

„Neben den sehr guten baulichen und infrastrukturellen Voraussetzungen sind es die Mitarbeiter, die unseren Fortschritt und Erfolg ausmachen“, erläutert Geschäftsführer Schmeh anlässlich des Firmenjubiläums. „Wir wollen von Anfang an unsere Profis selber ausbilden. Gute Fachkräfte mit der Begeisterung für unsere Branche zu finden, ist heutzutage nicht einfach. Zudem müssen wir uns den großen Firmen, wie BMW oder Porsche in Leipzig im Werben um Mitarbeiter stellen.“ Faun unterscheide von den „Großen“, dass die jungen Leute sich intensiv einbringen und ihre Ideen verwirklichen können, meint Schmeh.

Die Faun Viatec ist ein Unternehmen der weltweit agierenden Kirchhoff Gruppe. 1994 war die Faun AG von Kirchhoff übernommen worden. Faun ist übrigens die Abkürzung der einstigen Fahrzeugfabriken Ansbach und Nürnberg AG.

Von Frank Prenzel

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