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Grimma Schalmeienkapelle und Dorf feiern Jubiläum
Region Grimma Schalmeienkapelle und Dorf feiern Jubiläum
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19:48 16.09.2018
Die Schalmeienkapelle beging ihr 55-jähriges Bestehen. Quelle: René Beuckert
Grimma/Kössern

Kössern feierte am Samstag gleich zwei Ereignisse an einem Tag. Einmal schaute der Ort auf seine Ersterwähnung vor 650 Jahren zurück. Zum anderen beging die Schalmeienkapelle ihren 55-jährigen Jahrestag. Die Bilderausstellung von Karl-Heinrich Vogel im Jagdhaus bildete den historischen Rahmen.

Bilder zeigen das Dorf und die Mulde

Sie begingen zwar ein rundes Jubiläum, doch die Feiern dazu fänden zum Dorffest im kleinen Rahmen statt, sagte Ute Wächtler vom Jagdhausverein. So haben sie eine Ausstellung gestaltet, in der die Historie zusammengefasst sei. „Unsere Dorfchroniken die erstmals öffentlich sind, erfreuen sich bei den Kössernern großer Beliebtheit, wobei sie ausgiebig in der Historie ihrer Ahnen stöbern.“ Zum Tag des Denkmals eine Woche zuvor wurde die Bilderausstellung von Karl-Heinrich Vogel eröffnet, der mit Malerei aus der Region vertreten ist und allseitig Beachtung findet. So ist das Jagdhaus im barocken Stil genauso zu sehen wie die Dorfstraße in Kössern um 1900 und ein Sonnenaufgang am Muldenknie neben weiteren Darstellungen in Öl auf Leinwand.

Besonders freute sich Wächtler darüber, dass alle Vereine bis hin zur Feuerwehr und dem Seniorenclub, an einem Strang zögen. „Ohne das gemeinschaftliche Miteinander wäre ein solches vom Ortschaftsrat ins Leben gerufene Fest kaum machbar.“ Die Feuerwehrrundfahrten durch den Ort fanden vor allem bei den Kindern großen Anklang. Die Erwachsenen erfreuten sich zur besten Kaffeezeit am Kuchen, den die Sportfrauen gebacken hatten. „Das wird sicher das letzte Mal sein, dass wir zum Dorffest Kuchen beisteuern“, bedauerte Petra Müller. Der Verein löse sich nämlich auf, da der Nachwuchs fehle. „Wir haben gern Kuchen zum Fest beigesteuert.“

Ganz am Anfang wurde nach Zahlen gespielt

Das schöne Sonnenscheinwetter ließ auch die Schalmeienkapelle im Freien aufspielen, die kurzerhand ihren Spielort vom Festzelt auf die Wiese davor verlegte und so ihrem Publikum, das bereits draußen saß, ein Stück näher war. Heinz Güttich gehörte zu den Mitbegründern der Kapelle. Gern erinnerte er sich an die Anfangsjahre, wo zwar Spielfreude vorhanden war, aber keiner Noten lesen konnte. „Wir haben den Noten einfach Zahlen gegeben und danach gespielt. Schön klang das zwar nicht, aber der Anfang war gemacht.“

Jetzt beherrsche man ein breites musikalisches Repertoire; nach Zahlen spielten die Musikanten längst nicht mehr. „Es ist nicht nur die Freude am gemeinsamen Spielen, vielmehr ist es der Zusammenhalt der uns gefällt“, so Güttich. Spielleute kommen nicht nur aus Kössern oder der Umgebung, auch aus Naunhof und sogar aus Rochlitz.

Von René Beuckert

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