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Schlaglöcher: In Grimma stehen die Straßenbauer Gewehr bei Fuß

Winterschäden Schlaglöcher: In Grimma stehen die Straßenbauer Gewehr bei Fuß

Die Goethestraße und die Schmidtstraße fallen auseinander“, beklagte ein Grimmaer zur Stadtratssitzung und mahnte eine baldige Ausbesserung an. Sobald es das Wetter zulässt, werden die Flickkolonnen ausrücken und die schlimmsten Winterlöcher an den kommunalen Straßen stopfen. Die Aufträge hat das städtische Tiefbauamt ausgelöst, informiert Amtsleiter Dirk Hahmann.

Loch an Loch reiht sich in der Schmidtstraße in Grimma.

Quelle: Thomas Kube

Grimma. „Die Goethestraße und die Schmidtstraße fallen auseinander“, beklagte ein Grimmaer in der Bürgerfragerunde zur Stadtratssitzung. Die Löcher seien bis zu zehn Zentimeter tief, berichtete der Mann und mahnte eine baldige Ausbesserung an.

Sobald es das Wetter zulässt, werden die Flickkolonnen ausrücken und die gravierendsten Winterlöcher an den kommunalen Straßen stopfen. Die Aufträge hat das städtische Tiefbauamt ausgelöst, informiert Amtsleiter Dirk Hahmann. Die Firmen könnten seit Dienstag loslegen.

„Wir stehen Gewehr bei Fuß“, bestätigt Tobias Kunze, Chef der Straßenbau Kunze GmbH Grimma. Das Wetter müsse trocken sein, um die Straßen mit Heißgemisch reparieren zu können. „Vorher macht es keinen Sinn.“ Die Straßenbauer aus Grimma, die im Westteil der Stadt mit der Ausbesserung beginnen wollen, beziehen ihren Asphalt von der Anlage in Hohnstädt, die von der Deuma Mischwerke GmbH & Co. KG betrieben wird. Am Dienstag soll sie angelaufen sein. Neben der Firma Kunze arbeitet die Stadt Grimma insbesondere mit der Wilhelm & Co. Straßen- und Wegebau GmbH aus Mutzschen bei der Straßenreparatur zusammen. Sie komme östlich der Mulde zum Einsatz, erläutert Amtsleiter Hahmann.

Die Muldestadt muss insgesamt 245 kommunale Straßenkilometer in Schuss halten, für Bundes-, Staats- und Kreisstraßen auf ihrem Gebiet ist sie nicht zuständig. Die Strecken seien abgefahren worden, „wir wissen, wo es extrem ist“, sagte Hahmann. Der relativ strenge Winter mit Frost und Feuchtigkeit hat den Pisten seinen Worten zufolge mehr zugesetzt als die letzte kalte Jahreszeit. Hahmann bestätigt, dass es in der Goethe- und Schmidtstraße besonders schlimm aussieht.

Nicht viel besser ist es um die Seumestraße und die sogenannte Betonstraße im Süden der Stadt bestellt. „Wir haben eine Liste für die Notreparaturen erstellt, die schlimmsten Straßen werden als erstes ausgebessert.“

Wenn aufgrund einer Gefahrenlage nicht auf besseres Wetter gewartet werden kann, arbeiten die Firmen auch mit kaltem Mischgut, um Schlaglöcher zu beseitigen. An der Tankstelle in der Straße des Friedens zum Beispiel musste laut Hahmann entsprechend gehandelt werden. Dennoch ist ihm das grundsätzliche Dilemma bewusst: „Wird an nicht grundhaft ausgebauten Straßen ein Loch zugemacht, reißt an anderer Stelle ein neues auf.“

Für das Flicken von Schlaglöchern stehen seinem Amt in diesem Jahr 150 000 Euro aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung. Dass der Freistaat wie in anderen Jahren ein Sonderprogramm für Kommunen auflegt, zeichnet sich bislang nicht ab. Vielmehr wurden Grimma die Mittel für die Instandsetzung von Straßendecken zusammen gestrichen. „Nach dem milden Winter im vorigen Jahr bekamen wir 400 000 Euro, jetzt sind es ohne Begründung nur noch 300 000 Euro“, ärgert sich Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos). Die Mittel seien also um 25 Prozent geschrumpft. Mit diesen Zuwendungen kann die Stadt kleinere Straßenabschnitte erneuern. Aus eigener Tasche muss sie bei dieser Förderung zehn Prozent der Bausumme tragen.

Von Frank Prenzel

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