Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Schlange stehen für Primeln & Co
Region Grimma Schlange stehen für Primeln & Co
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 26.03.2018
Auch das Ehepaar Regina und Manfred Brehmer freut sich über die Frühjahrsblumen der Wohnungsgenossenschaft Grimma, die ihnen hier Mitarbeiterin Annett Kommritz (l.) überreicht. Quelle: Thomas Kube
Anzeige
Grimma

Schlange stehen für Frühlingsblüher: Passend zur Jahreszahl überraschte die Wohnungsgenossenschaft Grimma ihre Mieter am Mittwoch mit 2018 Gratis-Pflanzen. Eine eher symbolische Zahl. Natürlich hatte das Wohnungsunternehmen aus der Erfahrung heraus ein paar mehr Blumen von der Gärtnerei Mühe geordert. „Wir haben 2500 Pflanzen eingekauft“, verriet Annett Kommritz, Gruppenleiterin Wohnungswirtschaft, während sie auf dem Hof der Genossenschaft eifrig beim Austeilen half. Jeder Mieter durfte – in einem Beutel verstaut – fünf Pflanzen mit nach Hause nehmen und mit einer Roster seinen Appetit stillen. Den bunten Blumenmix, bestehend aus drei Primeln, einem Hornveilchen und einer Bellis, wollten sich viele der derzeit 1540 Genossenschaftsmitglieder nicht entgehen lassen. In der Stoßzeit wurde es eng.

Blumen-Aktion zum 15. Mal

Bereits zum 15. Mal wartete die Genossenschaft mit diesem „Blumen-Frühjahrsfest“ auf und verschenkte Pflanzen, die bald die Balkone und Hausrabatten zieren und bunte Farbtupfer in den Wohngebieten sind. Eine Geste, die bei den Mietern ankommt. „Wir sind jedes Jahr hier“, erzählte die 68-jährige Marlies Naumann, die seit 39 Jahren im Neschwitzweg lebt. Auch sie will mit den Pflanzen ihren Balkon verschönern und freute sich, frühere MAG-Kollegen zu treffen. Die Blumen-Gabe sei ein schönes Zeichen der AWG, betonte sie, immer noch die DDR-Bezeichnung des Unternehmens im Mund. Auch Conny Wirth aus der Straße der Jugend lobte die Aktion. Ihre siebenjährige Tochter Lena holte die Frühblüher mit ab und will sie nun auf dem Balkon in die Kästen bringen. „Ich habe auch schon Schneeglöckchen gepflanzt“, erzählte das lebhafte Mädchen.

Lieferung ins Haus

Gebrechlichen Mitgliedern, die den Weg zur Ausgabe nicht auf sich nehmen können, bringt die Genossenschaft die Pflanzen auch ins Haus. So um die 15 Touren seien das, informierte Kommritz.

Start für größtes Bauprojekt

Unterdessen beschäftigt die Genossenschaft das bislang größte Bauprojekt ihrer Geschichte. Für 4,6 Millionen Euro soll in diesem Jahr der Wohnblock 8-11 am Platz der Einheit von Kopf bis Fuß umgebaut werden. Es ist das letzte unsanierte Haus des Unternehmens. 40 attraktive Wohnungen entstehen nach Angaben des Kaufmännischen Vorstands René Nauck, alle mit einem der vier künftigen Außenlifte erreichbar. Seit 30. Oktober ist der 1987 errichtete Plattenbau leer gezogen, derzeit laufen für die umfassende Sanierung vorbereitende Arbeiten. Der genaue Baustart soll im April sein, ist aber noch nicht terminiert. Denn die Genossenschaft möchte Fördermittel aus dem erst im Dezember aufgelegten Freistaat-Programm „Seniorengerechtes Umbauen“ abschöpfen. „Wir haben vor einer reichlichen Woche den Antrag gestellt und müssen nun zunächst den Bescheid der Sächsischen Aufbaubank abwarten“, verdeutlicht Nauck. Die Genossenschaft hoffe, vom Programm zu profitieren, um die Preissteigerung im Baugewerbe etwas auszugleichen.

Barrierefreier Wohnraum

Im Haus entsteht barrierefreier Wohnraum, weshalb der Vermieter auf das Förderprogramm zurückgreifen kann. Aber nicht nur Ältere, auch junge Familien sollen sich hier künftig wohlfühlen. So entstehen Abstellflächen für Rollatoren und Kinderwagen gleichermaßen. Beim Umbau werden alle Bleiben im Grundschnitt neu strukturiert. Die künftigen Zwei-, Drei- und Vierraumwohnungen zählen zwischen 54 und 84 Quadratmeter, jede erhält einen Balkon in Südlage. Noch vor Weihnachten sollen die neuen Mieter einziehen können, derzeit gibt es laut Nauck 44 Interessenten.

Mit 300 000 Euro deutlich kleiner ist die diesjährige Investition der Genossenschaft in der Straße des Aufbaus 2 bis 6a. Hier entstehen 32 neue Stellplätze für Pkw. „Außerdem wollen wir eine Aktiv- und Ruhezone gestalten“, erläutert der Technische Vorstand Henning Selditz. Fitnessgeräte, eine Tischtennis-Platte und Bänke sollen künftig zum Verweilen einladen. Unterm Strich steckt das Unternehmen in diesem Jahr rund 5,6 Millionen Euro in seinem Bestand. „Das ist für unsere Genossenschaft eine außergewöhnliche Größenordnung", betont Nauck.

Von Frank Prenzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gut 60 Leute folgten der Einladung der Bürgerinitiative „Handlungsfähige Stadt“ in Naunhof zur Bürgerversammlung. Ein Teil von ihnen schlug kritische Töne an. Naunhof werde in der überregionalen Wahrnehmung als Panoptikum reflektiert, stellte Günter Fischer fest. Bürgermeister Volker Zocher bemühte sich um Schadensbegrenzung.

26.03.2018

Sowohl das Gymnasium als auch die beiden Oberschulen der Stadt Grimma verzeichnen bei den Anmeldezahlen der künftigen Fünftklässler ein Plus gegenüber dem Vorjahr. Voraussichtlich 236 neue Schüler werden nach den Sommerferien ihren Fuß in die drei Schulhäuser setzen. Etwa die Hälfte davon nimmt den Unterricht im Gymnasium „St Augustin“ auf.

26.03.2018

Es gehöre zu den Aufgaben einer Feuerwehr, auch Türöffnungen und Tragehilfen zu erbringen. Nachdem bislang eher der Tenor überwog, dass sich ehrenamtliche Kameraden durch den kräftezehrenden Mehraufwand überfordert sehen, schlagen jetzt zwei Wehrleiter aus Pegau und Frohburg moderatere Töne an.

25.03.2018
Anzeige