Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Schlechte Auslastung: Grimmaer Auen-Passage braucht neues Konzept
Region Grimma Schlechte Auslastung: Grimmaer Auen-Passage braucht neues Konzept
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 29.10.2015
Einkaufsmeile für wohnortnahe Versorgung - doch nicht alle Gewerbeflächen sind vermietet. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Christian Donner, Inhaber der Linden-Apotheke, sieht Verbesserungsbedarf. Denn zwei große Gewerberäume stehen leer. Damit der Anblick nicht ganz so trist ist, hat er zusammen mit dem Reisebüro in dem gegenüber der Apotheke Werbung drapiert. "Aber das kann keine Dauerlösung sein", weiß er.

20 Jahre ist es her, dass Elisa Donner als eine der ersten Mieter in der Passage ihre Apotheke eröffnete. Damals befand sich neben den zwei Apotheken in der Innenstadt die nächste erst in Colditz. "Das Neubaugebiet bot sich damit als Standort an, die Leute haben so eine wohnortnahe Versorgung", sagt Donner, der den Staffelstab vor zehn Jahren übernahm. Zu dem Zeitpunkt konnte man der Apotheke gegenüber noch in einem Modemarkt stöbern. Dessen Inhaber gab vor anderthalb Jahren auf. Am Passagenausgang lud noch der Imbiss "Popcorn" ein, danach kam ein Schlecker-Drogeriemarkt; seit dessen Insolvenz ist der Laden - die Schaufenster sind mit Folien verhangen - dicht. Seit dem Frühjahr ist nun auch noch die auf Parkplatzseite vorgelagerte Sparkasse - nach zuvor bereits verkürzten Öffnungszeiten - geschlossen. Was Donner besonders ärgert, weil das Geldinstitut auf seiner Website mit Wohnortnähe wirbt. "Und gerade Ältere machen nun mal kein Online-Banking", glaubt er. Zumindest sollen seinen Informationen nach die Angebote im noch vorhandenen SB-Bereich erweitert werden.

Donner, der für die Bürger für Grimma im Stadtrat sitzt, macht sich für eine bessere Auslastung der Auen-Passage stark - und damit für wohnortnahes Einkaufen der rund 2600 Einwohner von Grimma-Süd. Nicht nur, weil Kritik allein nicht helfe. Sondern weil die Existenz jedes einzelnen Geschäftes von der Auslastung der Passage abhängt. Im Moment habe er "nicht das Gefühl, dass die Flächen aktiv vermarktet werden", von einer Kontaktadresse für Interessenten in den leeren Geschäften abgesehen. "Ich habe schon mehrfach das Gespräch mit dem Management vom PEP, zu dem die Passage gehört, gesucht", berichtet er. "Hier muss die Erkenntnis reifen, dass nach 20 Jahren wieder mal in den Standort investiert werden muss. Und es fehlt ein schlüssiges Konzept", meint Donner und bietet sein Mitwirken an. "Denn als langjähriger Mieter hat man ein gewisses Vertrauensverhältnis zu den anderen Geschäftsleuten und als Stadtrat das Ohr an der Masse", sagt er. Donner hat ganz konkrete Ideen. "Anstatt das 20. Handygeschäft zu implementieren, könnte der Bäcker eins weiter in den Ex-Modemarkt ziehen, so dass sich der Discounter vergrößern könnte", schlägt er vor. Und dessen Inhaber, so seine Informationen, sei wohl auch dazu bereit. Immerhin findet sich der nächste Supermarkt erst nahe dem Bahnhof. Geld für die Auen-Passage in die Hand zu nehmen, wäre in Donners Augen durchaus erfolgversprechend. Denn das Umfeld sei in den letzten Jahren an vielen Punkten attraktiver geworden, zählt er die sanierte Grundschule, den großen Spielplatz und die modernisierten Wohnblöcke an der Königsnase auf. "Grimma-Süd ist eine Gegend, die Zukunft hat."

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen Anschauungsunterricht in Sachen heimisches Flossengetier gab es am Sonnabendvormittag im Hausdorfer Unterdorf. An den dortigen Dorfteich nämlich hatten die Mitglieder des Hausdorfer Feuerwehrvereins und Dorfteich-Pächter Jens Glöckner zum alljährlichen Abfischen eingeladen.

26.10.2015

Für das neue Programm des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit dem Namen "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung" wirbt Kathrin Rieger, geschäftsführende Gesellschafterin der Zarof GmbH Leipzig. "Es gibt uns erstmals die Gelegenheit, in benachteiligte Colditzer Stadtgebiete zu investieren", erklärt sie.

26.10.2015

Die Flüchtlingskrise bringt Bürgermeister in besondere Nöte. Mittlerweile werden die Rathauschefs auch persönlich angegriffen, wie das Attentat auf die designierte Kölner Oberbürgermeisterin (OBM) Henriette Reker und die Morddrohungen gegen den Leipzigs OBM Burkhardt Jung deutlich machen. Das ist in Wurzen, Regis-Breitingen oder Colditz bisher glücklicherweise nicht der Fall. Anders bei der Bornaer Rathauschefin Simone Luedtke (Linke).

23.10.2015