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Schnuppertag in der „großen Welt“ des Grimmaer Gymnasiums St. Augustin

Tag der offenen Tür Schnuppertag in der „großen Welt“ des Grimmaer Gymnasiums St. Augustin

Der Tag der offenen Tür, zu dem das Grimmaer Gymnasium St. Augustin unter dem Motto „Lernen fürs Leben“ eingeladen hatte, erforderte den Gästen einige Laufwege ab. Neben dem Seumehaus in der Colditzer Straße und dem Haupthaus am Muldeufer war erstmals das sanierte Alte Seminar einbezogen worden.

Basiswissen über die Heimatland: Mit tatkräftiger Hilfe von Geografie-Lehrerin Birgit Stumm setzen die Noch-Viertklässlerinnen Vicky und Annelisa (r.) im Geografie-Zimmer ein Deutschland-Puzzle zusammen.

Quelle: Roger Dietze

Grimma. Der Tag der offenen Tür, zu dem das Grimmaer Gymnasium St. Augustin am Sonnabend unter dem Motto „Lernen fürs Leben“ eingeladen hatte, erforderte den Gästen noch einige Laufwege mehr als üblicherweise ab. Denn neben dem Seumehaus in der Colditzer Straße und dem Haupthaus am Muldeufer war erstmals das letzterem angeschlossene und in der jüngeren Vergangenheit sanierte Alte Seminar mit einbezogen worden. Und im nächsten Jahr, kündigte Schulleiter Wolf-Dieter Göcke an, werde das Angebot in diesem Bereich mit dem ehemaligen Grundschulgebäude in der Nachbarschaft des Seumehauses zusätzlich erweitert.

„Wir wollen den künftigen Schülern und ihren Eltern die Möglichkeit geben, sich auch räumlich allumfassend zu informieren und müssen andererseits damit leben, dass sie eine Auswahl treffen“, so der St.-Augustin-Chefpädagoge, dessen Bildungsstätte am Sonnabend unter anderem Werbung in punkto „vertiefte sprachliche Englisch-Ausbildung“ betrieb. „In diesem Bereich wollen wir unser hohes Niveau auch im neuen Schuljahr beibehalten“, so Göcke.

Auf welchem Niveau sich indes die Anmeldungen für die neuen fünften Klassen bewegen, lässt sich aktuell dem Schulleiter zufolge noch nicht absehen. „Wir müssen uns überraschen lassen, wie sich die Aufhebung der Bildungsempfehlung in Sachsen auswirken wird, schließen aber ein Plus bei den Anmeldungen nicht aus.“ Welcher angehende Gymnasiast am Ende auch immer seine Entscheidung für das altehrwürdige St. Augustin treffen wird, ihr respektive ihm ist auf jeden Fall ein großes Angebot an Bildungsinhalten sicher.

Davon überzeugen konnten sich die Gäste des diesjährigen Tages der offenen Tür, die unter anderem im Haupthaus im Fach Deutsch Einblick in die Arbeiten von Schülern nahmen und für die in den Biologie- und Chemie-Kabinetten kleine Experimente vorbereitet waren. Präsentiert wurden ferner die verschiedenen schulischen und außerschulischen Aktivitäten an der traditionsreichen Bildungsstätte, derweil im Seumehaus schwerpunktmäßig die sprachliche Ausbildung im Mittelpunkt stand und sich die Elternvertretung sowie der Schülerrat präsentierten.

Angebote, die am Sonnabend auch von Emily Thomas und ihrer Mutter Peggy genutzt wurden. Letztere verhehlte nicht, dass der Übergang der Tochter von der einzügigen Otterwischer Grundschule zum großen mehrzügigen Gymnasium gemischte Gefühle in ihr auslösen. „Ich bin aber ganz froh, dass sie sich erst einmal im kleineren Seumehaus an den neuen Lebensabschnitt gewöhnen kann. Außerdem hat sie sich in der Grundschule eine gewisse Selbstständigkeit erarbeitet, und schließlich muss jedes Kind irgendwann in die große Welt hinaus“, so die Otterwischerin.

Bereits ein alter Hase in dieser „großen Welt“ ist Achtklässler Robert Bachmann, der den samstäglichen Schulbesuchern das ab Klassenstufe 8 zur Auswahl stehende naturwissenschaftliche Profil erläuterte. „Ich habe diese Wahl bislang nicht bereut“, so der 13-jährige Grimmaer, der auf Nachfrage den Berufswunsch Anwalt oder Jurist nannte. Als ein solcher ein wenig Erfahrung in Geografie zu haben, kann sicher nicht schaden. Im St. Augustin ist unter anderem Ruth Ambrosius für die Vermittlung dieses Faches zuständig. Und dies nach eigenem Bekunden auch nach vielen Berufsjahren noch mit großer Freude. „Insbesondere die neuen Schüler sind diesbezüglich noch sehr wissbegierig und zugleich mitteilsam.“

Von Roger Dietze

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