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Grimma "Schönbacher Schlüssel" eingeweiht
Region Grimma "Schönbacher Schlüssel" eingeweiht
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13:52 19.05.2015
Kleine Feier, große Wirkung: Im Colditzer Ortsteil Schönbach wurde die neue Buswendeschleife eingeweiht. Quelle: Haig Latchinian

Möglich wird das durch den sogenannten "Schönbacher Schlüssel", jene Buswendeschleife, die im Colditzer Ortsteil eingeweiht wurde.

Martina Stenker vom Landratsamt: "Im Dezember 2013 wurde das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz mit City-Tunnel in Betrieb genommen. Ziel ist es, möglichst viele Fahrgäste zur Bahn zu bringen - und zwar mit dem Plus-Bus. In diesem Fall über die Linie 619, die Colditz mit Grimma verbindet."

Andreas Kultscher, Geschäftsführer der Personenverkehrsgesellschaft Muldental (PVM), reiste zur Eröffnung demonstrativ mit dem Bus in Schönbach an: "Bislang waren zwischen Colditz und Grimma zwei Buslinien unterwegs. Die eine verkehrte über Sermuth, die andere über Schönbach. Durch die Buswendeschleife können wir beide Linien zusammenführen und erzielen somit Synergieeffekte. Aufgrund der gewonnenen Kapazitäten fahren wir fortan wochentags von 4 bis 20 Uhr im Stundentakt zwischen Colditz und Grimma. Das entspricht 19 Touren hin und zurück. Am Wochenende sind das sieben beziehungsweise sechs Fahrtenpaare. Ein Superangebot gerade für Schönbach, das wir bislang sonnabends und sonntags nicht bedienten." Der Wendeschleife komme dabei eine Schlüsselfunktion zu.

Realisiert wurde der "Schönbacher Schlüssel" von der Firma Walter Straßenbau in nur drei Monaten. Vorausgegangen war ein von der Stadt Colditz initiierter Grundstückstausch: "160 000 Euro kostet das vom Freistaat geförderte Infrastrukturprojekt, wobei wir einen Eigenanteil von zehn Prozent tragen", sagte der Colditzer Bürgermeister Matthias Schmiedel. Für ihn sei der "Schönbacher Schlüssel" ein weiterer Baustein in den Bemühungen, die Stadt Colditz noch besser mit ihren Ortsteilen zu verbinden und die Region effektiver an Grimma anzuschließen. Von dort aus gelangen die Colditzer stündlich mit dem Zug nach Leipzig sowie per Bus nach Wurzen (Linie 693) und Wermsdorf (630). Schmiedel: "Wir denken auch darüber nach, in den einzelnen Dörfern mehr Haltestellen einzurichten und auch in Colditz selbst für einen noch wesentlich zentraler gelegenen Busstopp zu sorgen." In jedem Falle sei der "Schönbacher Schlüssel" eine intelligente Lösung, die auch das Ein- und Aussteigen der Schulkinder sicherer mache.

Laut Kultusamtsleiterin Ines Lüpfert gibt es seit kurzem das Projekt Muldentaldreieck, an dem PVM, MDV, Landkreis Leipzig, Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig sowie die Städte Colditz, Bad Lausick, Grimma und Brandis mitarbeiten, um die Region enger zusammen zu bringen.

Ob denn für nicht motorisierte Colditzer künftig auch ein Konzertbesuch im Gewandhaus möglich werde, wollten die Stadträte Gottfried Ulbricht und Sascha Schmiedel wissen. Andreas Kultscher: "Im Moment wohl nur die Nachmittagsvorstellung. Der letzte Zug mit Anschluss an den Plus-Bus trifft 20.41 Uhr in Grimma ein, mit der Linie 619 geht es 20.51 Uhr weiter nach Colditz."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2014
Haig Latchinian

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