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Grimma Schönbacher Straßenlauf in 42. Auflage
Region Grimma Schönbacher Straßenlauf in 42. Auflage
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05:00 26.04.2010
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. Und als solcher wurde dieser Traditionswettkampf in seiner 42. Auflage gestartet.

 

Kommt man auf die Historie des Schönbacher Straßenlaufes zu sprechen, fällt immer wieder ein Name – Gottfried Quaas. Ihm sei dieser Wettkampf zu verdanken, der ursprünglich als Radrennen konzipiert war, blickte Britt Gappa vom Org-Büro zurück. Allerdings war es für das kleine Dorf mit seinen verwinkelten Straßen auch eine Frage der Sicherheit und kam davon ab. Um aber der sportlichen Idee nicht den Garaus zu machen, wurde daraus der Straßenlauf. Der nicht zuletzt das Andenken von Gottfried Quaas bewahren soll. „Sein Ansinnen war es immer, Jung und Alt zu verbinden und den Nachwuchs im Ort zu fördern", sagte Britt Gappa. Weshalb der Straßenlauf besonders Kindern und Familien vorbehalten sei, also dem Breitensport. Aber auch Spitzenläufer anlockt. Dennoch halte man an dem Wettkampftermin fest, der jeden letzten Aprilsonntag im Schönbacher Kalender prangt. Trotz großer Laufwettkämpfe, wie der heuer in Leipzig gestarteter Marathon, meinte Britt Gappa. Schmunzelnd fügte sie an: „Ich kenne es zwar nur vom Hörensagen, aber am Anfang gab es nur ein Tisch auf der Straße und ein Kreidestrich als Start und Ziel. Ein zweiter Kreidestrich wurde an einem Fahrradreifen gemacht, um damit die Strecke abzulaufen. Mit den gezählten Radumdrehungen wurde die Laufstrecke abgemessen." Heute steckt weit mehr dahinter, wenn sich schon im November ein Stamm von sechs Leuten um Gesamtleiter André Kricke trifft, um den Wettkampf vorzubereiten. Und zum Wettkampf kann sich Hauptkampfrichter Adalbert Berger auf bis zu 50 freiwillige Helfer stützen. Über die Teilnehmerzahlen können sich die Organisatoren auch nicht beklagen. Zwar seien die nie beständig gewesen. Aber in all den 42 Jahren gingen über 11 000 Läufer an den Start, bilanzierte Berger.

Welche Attraktivität der Schönbacher Straßenlauf hat, beweisen besonders die älteren Teilnehmer, die sich seit einigen Jahren im Nordic Walking über verschiedene Distanzen in die Starterlisten eintrugen. Allerdings gibt es auch da mit Karin Müller und Annegret Zschau treibende Kräfte, lobte der Wettkampfleiter deren Engagement. Aber ohne Zaungäste, die besonders von Achim Burchert als Moderator in Stimmung gebracht wurden, „würde hier im Ort etwas fehlen", sagte die inzwischen 70-jährige Irma Jahn. Und noch einen Aspekt zeichnete den Straßenlauf aus, nämlich die spontane Startteilnahme. Dazu hatte sich die erst achtährige Friedericke Röbert entschieden und lief über 1000 Meter ebenso spontan auf einen Medaillenplatz. Papa Martin Röbert haderte indes mit einem Start, zeigte sich aber respektvoll und sagte: „Ehrlich gesagt, laufen ist nichts für mich. Dafür müsste ich meinen inneren Schweinehund überwinden."

Frank Schmidt

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