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Grimma Schöne Dinge nicht nur fürs Herz in Grimma
Region Grimma Schöne Dinge nicht nur fürs Herz in Grimma
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08:24 05.11.2018
Die Klosterkirche in Grimma war erneut der passende Ort für den Kunsthandwerkermarkt. Quelle: Bert Endruszeit
Grimma

„Ich verkaufe Dinge fürs Herz.“ Sybill Müller aus Mutzschen brachte es mit dieser Aussage auf den Punkt, schließlich wurden am Wochenende auf dem Grimmaer Kunsthandwerkermarkt viele Gegenstände verkauft, die bei den Besuchern das Herz aufgehen ließen. Kleine aber feine Dekostücke, die jedes Heim schmücken können. Wenn dann noch etwas Wärme hinzukommt, dann haben die Anbieter nichts falsch gemacht.

Alte Dinge zu neuem Leben erweckt

„Meine Kissen aus Schafwolle wirken wie dauerhafte Kirschkernkissen, sie geben immer Wärme ab“, erklärte Sybill Müller. Schafwolle werde schließlich auch für medizinische Zwecke verwendet, so bei Problemen mit der Haut. An ihrem Stand zeigte sie auch, wie man scheinbar wertlosen Gegenständen ein neues Leben einhauchen kann. „Dieser uralte Koffer zum Beispiel lag in einem Abrisshaus. Ich habe ihn dann selbst restauriert. Heute ist er hier ein Schmuckstück.“ Es gebe nun mal viele Dinge, die viel zu schade zum Wegwerfen seien.

Dekorationen fürs Herz und für jedes Heim boten zahlreiche Händler auf dem Kunsthandwerkermarkt in der Klosterkirche in Grimma.

Ganz auf natürliche Materialien setzt auch Peter Stellmach aus Dresden: Bei ihm stand die Korkeiche im Mittelpunkt. „Daraus lassen sich auch Blumengefäße für draußen fertigen, schließlich ist Korkeiche witterungsbeständig. Ein Weinkorken ist ja auch ständig der Feuchtigkeit ausgesetzt, ohne das etwas passiert.“ Und da Korkeiche ein Leichtgewicht sei, lassen sich daraus hergestellte Gegenstände auch gut transportieren.

Handarbeitstechniken im Volkshochschul-Kurs

Filigrane Kunstwerke konnten am Stand von Edelgard Sängerlaub aus Krostitz bewundert und gekauft werden. „Ich mache hier schon seit vielen Jahren mit. Wenn es nicht zu kalt ist, dann klöpple ich auch.“ Schon seit über 20 Jahren beschäftigt sie sich mit dieser Handarbeitstechnik, längst stellt sie ihre Arbeiten auch bei Ausstellungen der Öffentlichkeit vor. An der Volkshochschule gibt sie zudem ihr Wissen weiter. „Klöppeln ist nicht so schwer, wie es aussieht. Schon nach etwa einem Vierteljahr bekommt man das hin“, betonte sie. „Und ich kann dabei so richtig abschalten.“

Gymnasiasten präsentieren ihre Arbeiten

Schöne Dinge aus Wolle und Stoff sowie gemalte Kunstwerke standen bei den drei Grimmaer Gymnasiastinnen Trine Ballmann, Lena-Marie Engelhardt und Tabitha Lehmann auf dem Tisch. „Auf die Idee mit dem eigenen Verkaufsstand hat mich meine Mutter gebracht, die kennt den Markt als Besucherin“, verriet Lena-Marie. Die drei jungen Damen mussten nicht lange warten, schon nach kurzer Zeit fanden sich Käufer.

Vollauf zufrieden zeigte sich Organisatorin Ulrike Andersch mit dem Markt. „Ich hätte noch viel mehr Händler aufnehmen können, doch mehr als 50 finden hier keinen Platz.“ Sie freue sich besonders darüber, dass mehr als die Hälfte aller Anbieter Leute seien, die in der Freizeit geschaffene Dinge dem Publikum präsentieren.

Von Bert Endruszeit

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